Moderne Kunst im Neuen Museum

Ein Ausflug ist eine gute Möglichkeiten, Kalorien zu verbrennen. Darum ging es heute mit einer Freundin in das Neue Museum, zur Ausstellung „Mixed Zone“, bei der sich Kunst und Design treffen sollen.

Für die Nürnberger Innenstadt ist das Neue Museum ein ziemlicher Stilbruch. Direkt hinter der mittelalterlichen Stadtmauer und inmitten der rustikalen Gebäude, steht ein moderner Klotz mit langer Glasfassade, über dessen Schönheit sich vermutlich streiten lässt. Für mich als Geschichsnerd und Fan von alter Architektur und mittelalterlichen Bauwerken, zählt das Gebäude auf jeden Fall nicht zu den Favoriten. Nichtsdestotrotz war genau dieser Klotz das heutige Ziel, denn eine Freundin wollte die Ausstellung Mixed Zone besuchen und ich dachte mir, dass ich dem Museum mal wieder eine Chance geben könnte. Außerdem tut die Bewegung gut und verbrennt Kalorien.

Kunst und Design im Neuen Museum

Zu meiner Überraschung war der Eintritt ziemlich günstig: Da wir nur die eine Sammlung besuchen wollten, mussten wir nur einen Euro bezahlen – ein Angebot, das sonntags gilt. Die Ausstellung war auch eigentlich ganz nett, obwohl ich ein ziemlicher Muffel bin, wenn es um moderne Kunst geht. Laut der Beschreibung, handelt es sich bei der Mixed Zone um ein Experiment, bei dem „Kunstwerke und Designgegenstände unmittelbar nebeneinander aufgestellt“ wurden. Den Unterschied konnte ich dabei allerdings nicht erkennen. Für mich sah so ziemlich alles nach moderner Kunst aus, denn sonderlich nutzbar waren die Designgegenstände nun wirklich. Zumindest sahen die verschieden Stühle und zerstörten Möbel alles andere als bequem aus. Laut der Beschreibung der Sammlung ist die Unsicherheit bei der Einteilung der Exponate durchaus beabsichtigt, da zwischen Kunst und Design ein Dialog entstehen soll – was auch immer das heißen mag. Auf jeden Fall war die Sammlung sehr unterhaltsam und interessant, wobei man sich bei manchem Exponat auch fragen musste: Ist das noch Kunst, oder kann das weg? Zum Beispiel gab es einen Müllhaufen, in dem sich ausgestopfte Tiere tummelten. An einer anderen Ecke der Sammlung lagen zerschmetterte Holzstühle. Na hoffentlich, kommt niemand auf die Idee, diese Exponate kurzerhand zu entsorgen.

Nach der Moderne kommt das Mittelalter

Erst vor ein paar Tagen feierte Nürnberg sein 970. Jubiläum. Diese Zahl stimmt vermutlich nicht genau, denn die Stadt wurde am 16. Juli 1050 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, nämlich in einem Schriftstück, dass die Freilassung einer Leibeigenen namens Sigena beurkundete. Vermutlich ist Nürnberg also etwas älter, doch seit jeher gilt das Datum als Stadtgeburtstag. In 970 Jahren haben sich natürlich ziemlich viel Baukunst angesammelt, die auch heute noch das Bild der Stadt prägen: Alten Fachwerkhäuser, die Kaiserburg und die Stadtmauer sind nur ein paar Details, die den Charme der Stadt ausmachen. Genau diesen Charme konnte ich bei dem Spaziergang genießen, den wir nach der Kunstausstellung unternommen haben.

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