Von flüssigem Essen und verregneten Biergärten

Ich liebe es neue Dinge auszuprobieren, darum begann der Tag heute mit einem Schoko-Drink, der als Mahlzeitenersatz gedacht ist. Um gleich bei den flüssigen Kalorien zu bleiben, gab es am Abend noch ein Ausflug in einen Biergarten – und das obwohl es geregnet hat.

(Achtung! Wer den Film Soylent Green noch nicht gesehen hat, aber noch sehen will, sollte diesen Absatz überspringen! Außerdem wird ein Produktname genannt, weswegen der Einsteig des Beitrags eine unbeabsichtigt werbende Wirkung auf den Leser haben könnte. Mit dem Unternehmen besteht keine Absprache und das Produkt habe ich selbst bezahlt.)

„Soylent Green is people!“, ist ein ziemlich gruseliges Zitat aus dem Filmklassiker „Soylent Green“ von 1973. Auf Deutsch wurde es damals mit „Soylent Green ist Menschenfleisch!“ übersetzt, aber keine Sorge. Menschenfleisch stand selbstverständlich nicht auf meinem Speiseplan. Stattdessen habe ich heute „This is food“ ausprobiert, einen Mahlzeitenersatz in flüssiger Form. Stolze 500 Kalorien sind in einer Flasche und die Nährwerte des Getränks – ich hatte das mit Schokoladengeschmack – können tatsächlich ohne Probleme eine Mahlzeit ersetzen.

Für unterwegs finde ich die Idee ja eigentlich ganz gut, neben dem Getränk gibt es auch verschiedene Pulver und Riegel, außerdem sind einige Geschmacksrichtungen im Sortiment – es gibt zum Beispiel Kokos, Schokolade und Vanille. Doch im normalen Alltag würde ich nicht regelmäßig auf die Produkte zugreifen, außer ich habe Lust auf einen kleinen Geschmackstest, so wie heute. Was hat das aber nun mit Soylent Green zu tun?

In dem Film geht es um einen Lebensmittelkonzern aus dem Jahre 2022 – was 1973 vermutlich noch wie Science Fiction gewirkt hat. Um gegen die Lebensmittelknappheit der überbevölkerten Welt anzukommen, bringt der Konzern Soylent Green auf den Markt, ein Konzentrat aus Plankton. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass menschliche Leichen für die Produktion verwendet werden, und mit den Worten „Soylent Green is people!“ versucht der Held die Menschen zu warnen. Ich weiß nicht warum, aber immer, wenn ich die Werbung für „This is food“ sehe, muss ich genau an dieses Zitat denken – mal ehrlich, es fällt mir sehr leicht eine Anspielung in dem Produktnamen zu vermuten. Langer Rede kurzer Sinn: Das Getränk ist eigentlich ganz lecker, doch als erste Mahlzeit des Tages, ist es nicht sonderlich sättigend und als Snack für zwischendurch sind die Kalorien viel zu hoch.

Werbung wegen Markennennung.

Kalorien: 500 kcal
Eiweiß: 34 g
Fett: 22 g
Kohlehydrate: 38 g

Einmal feste Nahrung, bitte

Nach dem Schoko-Drink durfte es mittags wieder etwas festere Nahrung sein, also habe ich mir in meiner Pause eine Pfanne geschnappt und mich an einem einfachen Eintopf versucht, einem Ajvar-Topf mit Hackfleisch, Pilzen und Feta. Das Endergebnis war wirklich ziemlich gut, wobei die Soße ruhig etwas schärfer hätte sein können. Die Kochzeit ist bei dem Gericht ziemlich kurz, weswegen es perfekt für die Mittagspause geeignet ist, auch wenn es frisch zubereitet wird.

Ajvartopf mit Hackfleisch, Pilzen und Feta. © Christina Deinhardt

Am frühen Nachmittag gab es einen ziemlich heftigen Regenschauer und die Temperaturen sind stark abgekühlt, eine wahre Erleichterung. Die Gelegenheit habe ich gleich genutzt, um ein paar Fotos zu schießen.

Ein kleiner Wasserfall auf dem Dach. © Christina Deinhardt

Dem Graskopf geht es mittlerweile ziemlich gut und langsam kann man tatsächlich einen wuscheligen Troll erkennen. Den lustigen Kopf hat mir übrigens meine Mutter zum Geburtstag geschenkt – eine putzige Idee und ich bin froh, dass er endlich anständig wächst, auch wenn ich ihn dafür oben aufschneiden musste, da die Grashalme für die Maschen des dünnen Stoffs zu dick waren.

Da wächst jemandem Gras aus dem Kopf. © Christina Deinhardt

Kalorien: 804 kcal
Eiweiß: 45 g
Fett: 55 g
Kohlehydrate: 18 g

Biergarten trotz Regen?

Mit Freunden wollte ich heute in einen kleinen Biergarten gehen, und auch der Regen konnte uns nicht davon abhalten. Zum Glück war die Kneipe überdacht, denn wegen Covid-19 durfte man dort nicht in den geschlossenen Raum ausweichen. Ein trockenes Plätzchen hatten wir trotzdem und zusammen hatten wir etwas Bier und viel Spaß – meine Freunde haben sich außerdem noch ein leckeres Abendessen gegönnt, auf das ich allerdings verzichtet habe.

Kalorien insgesamt: 1.409 kcal
Eiweiß: 79 g
Fett: 77 g
Kohlehydrate: 81 g

3 Kommentare zu „Von flüssigem Essen und verregneten Biergärten

  1. Ich kenne den Film unter „Jahr 2022 – die überleben wollen“
    Und ja – die Vorstellung ist gruselig – nach der darin herrschenden Definition hätte ich meine heutigen 53 Jahre nicht erleben dürfen 😱
    Ausserdem: 1973 bin ich in die Schule gekommen und kein Mensch konnte sich vorstellen was 2022 einmal wird. Damals war die Zukunftsangst sogar noch größer als heute (kalter Krieg, saurer Regen, Terrorismus, Kernkrafterke) 🤔

    Gefällt 1 Person

    1. Ich finde den englischen Titel etwas handlicher, der Deutsche ist einfach zu lang.
      Damals war ja auch die Überbevölkerung ein riesen Thema, oder? Heute ist man da schon etwas weiter und hat den Trend erkannt, dass die Bevölkerungsdichte mit bestimmten Faktoren wieder sinkt – was in den entwickelten Ländern der Fall ist. Neulich habe ich zu dem Thema eine kleine Doku gesehen, die die Entwicklung mit ihren Phasen ziemlich gut erklärt hat. Zumindest das sollte uns also erspart bleiben.

      Allerdings finde ich das die Zukunftsängste in den letzten Jahren wieder stark zugenommen haben, auch wenn sich viele davon heute auf den Klimawandel konzentrieren. Wobei ich noch viele andere Dinge besorgniserregend finde, zum Beispiel populistischen Regierungschefs, die ihre Diktaturen festigen oder natürlich unbekannte Seuchen oder die Macht der Konzerne.

      Gefällt 1 Person

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