Das große Pilz-Finale

Das Ende der Pilze ist gekommen und ein letztes Mal sind die Shiitake heute in meiner Bratpfanne gelandet. Zum Abschluss gab es eine leckere Pilzpfanne, ein würdiges Finale für meine adoptierten Edel-Fungi.

Mein Frühstück war heute eine beerige Angelegenheit, denn die Blaubeeren mussten dringend gegessen werden. Zusätzlich gab es einen halben Joghurt, zwei Esslöffel Protein-Müsli und ein paar zuckerfreie Schoko-Drops. Etwas Zimt durfte auch noch in die Schüssel. Sobald ich aufgegessen hatte, ging es auch gleich ins Büro, wo auch schon ein weiterer Text auf mich gewartet hat. Bevor ich aber so richtig losgelegt habe, konnte ich dem Origami-Papier nicht widerstehen und musste mich an einer gefalteten Taube versuchen. Das ging zwar schon Mal besser, aber Übung macht ja schließlich den Meister und fürs Üben habe ich noch einen ganzen Haufen Papier zur Verfügung.

Joghurt mit Beeren, etwas Protein-Müsli und Schoko-Drops. © Christina Deinhardt

Kalorien: 308 kcal
Eiweiß: 17 g
Fett: 16 g
Kohlehydrate: 22 g

Nur ein Kaffee

Mein Vormittagssnack war heute nur eine Tasse gut gewürzter Kaffee mit Barista-Hafermilch. Meine Soja-Version ist leider seit gestern aufgebraucht, darum musste heute Hafermilch dran glauben. Ich muss wohl demnächst wieder zum Supermarkt gehen und Nachschub besorgen. Während ich meinen Kaffee genossen habe, ist endlich die Bestätigung für mein Hotelzimmer eingetrudelt, dass ich für meinen Urlaubstag gebucht habe. Geplant ist an dem Tag eigentlich gar nicht viel; ich treffe mich mit einer Freundin in München, wo wir zusammen ins Museum gehen wollen und am Abend bin ich mit zwei weiteren Freunden zum Essen verabredet. Da die Zugverbindungen abends immer eine Katastrophe sind und ich den Abend genießen will, habe ich mir also kurzerhand ein Hotel in Bahnhofsnähe gebucht. Damit es sich so richtig lohnt, ist am nächsten Tag ein Bürotag angesagt, schließlich bin ich ja eh schon in der Nähe und kann somit ruhig meine Kollegen etwas belästigen. Noch dazu ist es auch ganz schön, wenn ich am Bürotag etwas länger schlafen kann.

Kaffee, was sonst? © Christina Deinhardt

Kalorien: 59 kcal
Eiweiß: 1 g
Fett: 3 g
Kohlehydrate: 7 g

Das Ende ist da

Bereits sieben leckere Gerichte habe ich mit meinen Shiitakepilzen zubereitet, doch heute war es nun soweit: Die letzte Portion der Pilze landete in der Pfanne. Das Kochen wurde allerdings zur Herausforderung, denn zur Mittagszeit rief mich eine Freundin an, weswegen ich meine Kochkünste einhändig unter Beweis stellen musste – was mir mehr oder weniger gut gelungen ist. Gekocht habe ich, inspiriert von Monika, eine Pilzpfanne mit Nudeln, Kassler, Frühlingszwiebeln und Pilzen, wobei ich das Fleisch, das Gemüse und die Fungi beim Braten mit etwas Weißwein abgeschreckt und mit einem Löffel Frischkäse und Parmesan eine leckere Soße angerührt habe. Erst dann kamen die Nudeln – die Low-Carb-Variante aus Leinsamenmehl – in die Pfanne. Den Abschluss bildete eine Portion geriebener Mozzarella und eine Prise Petersilie. Das Anrichten ist mir leider mit einer Hand nicht so gut gelungen und auch das Fotografieren war gar nicht so einfach. Geschmeckt hat die Pilz-Pfanne aber trotz der Einschränkung und das Gericht war ein würdiger Abschluss für meine adoptierten Edelpilze. Nun muss ich mir wohl wieder andere Zutaten für meine Mahlzeiten suchen.

Einhändig gekocht, angerichtet und fotografiert. © Christina Deinhardt

Kalorien: 759 kcal
Eiweiß: 69 g
Fett: 37 g
Kohlehydrate: 22 g

Eine gruselige Community

Beim Schreiben dieses Beitrags habe ich mir wieder einmal Kommentare zur „Fat Acceptance Community“ angesehen, ein gruseliger Ableger der Body-Positivity-Bewegung. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob es die Fat-Acceptance-Leute in Deutschland überhaupt gibt, aber da ich mich bei solchen Spaßthemen eher in englischsprachigen Ablegern des Internets herumtreibe bekomme ich von entsprechenden Bewegungen hierzulande eh nichts mit. Ist vielleicht auch besser so, denn diese Leute machen mich ziemlich sauer und ich finde deren Verhalten ekelerregend. Natürlich finde ich Körperakzeptanz wichtig, niemand soll diskriminiert werden und jeder verdient die gleichen Chancen. Doch diese Fettakzeptanz-Leute treiben es einfach auf die Spitze. Zum Beispiel greifen Mitglieder der Bewegung gerne Leute an, die aktiv abnehmen, egal ob aus Überzeugung oder gesundheitlicher Notwendigkeit. Gewichtsverlust sei „fettphobisch“ heißt es in diesen Kreisen gerne. Das beste Beispiel ist das Drama, das um die Sängerin Adele gemacht wurde, nachdem sie ein Bild nach ihrem extremen Gewichtsverlust gepostet hatte. Viele Fans haben der Sängerin zu ihrer tollen Figur und ihrer Entscheidung gratuliert, doch schnell sind auch die Fat-Acceptance-Leute aus ihren Löchern gekrochen und haben sich beschwert, dass Adele nun nicht mehr als Idol für dicke Leute geeignet sei und all ihre Gratulanten Übergewichtige diskriminieren würden.

Derartige Vorwürfe gab es auch als der Schauspieler Chris Pratt vom etwas pummeligen netten Typen von nebenan zum muskulösen netten Typen von nebenan wurde. Immer wieder stolpere ich auf YouTube über Videos von Übergewichtigen aus der Szene, die selbst abnehmen wollen oder sogar dringend müssen, und wüst von beschimpft und harsch kritisiert werden. Ich finde das wirklich unglaublich bescheuert und für mich ist so ein Verhalten ein Zeichen dafür, dass die „Abnehmer“ alles richtig machen. So etwas wie „Gesundheit bei jedem Gewicht“ gibt es nicht und das können sich die Fat-Acceptance-Leute einreden so viel sie wollen, denn auch wenn man in jungen Jahren mit seinem Übergewicht keine Probleme hat, irgendwann ändert sich das. Bloß weil jemand abnehmen will, hasst derjenige ja nicht plötzlich alle dicken Leute. Ich möchte mich auch zum Beispiel auch nicht als etwas Besseres hinstellen oder anderen ein schlechtes Gefühl geben nur weil sie nicht abnehmen wollen. Allerdings hat mein Gewicht nichts mit anderen zu tun und ich kann es wirklich nicht verstehen, warum Menschen sich so sehr über die Bemühungen anderer Leute aufregen. In der Zeit könnte man auch etwas Vernünftiges tun, zum Beispiel Katzenvideos ansehen.

Es gibt übrigens noch viel verrücktere Stimmen aus der Szene. Sitzplätze in Standardgröße sind neuerdings diskriminierend, genauso wie die Klamottenindustrie, weil Kleidung nicht für alle Größen verfügbar ist. Besonders gruselig finde ich Virgie Tovar, eine Aktivistin aus der Szene. Für sie sind schon Leute, die bei einer Geburtstagsfeier um ein kleineres Kuchenstück bitten eine schwere Beleidigung. Übrigens ist der Abnehmen-Wahn sowie nur ein Werkzeug des Patriachats. Ich habe gar nicht so viele Hände, wie ich mir gerne gegen die Stirn klatschen würde.

Gesamt:
Kalorien: 1.126 kcal
Eiweiß: 87 g
Fett: 56 g
Kohlehydrate: 51 g
Wasser: 2100 ml

12 Kommentare zu „Das große Pilz-Finale

    1. Da hast Du recht. Ich frage mich aber trotzdem, wie unzufrieden man mit sich selbst sein muss, um andere Leute so fertig zu machen. Traurig!

      Es war auch wirklich gut, obwohl es auf dem Teller nicht so schön rüber kommt. Ich bin ja ehrlich gesagt ganz schlecht, wenn es darum geht mich an Rezepte zu halten. Ich bin da immer spontan und ändere nach Lust und Laune. Darum bin ich auch ein katastrophaler Bäcker. 😉

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  1. Diese Menschen sind psychisch krank. Sie fühlen sich besser, wenn sie andere heruntermachen.
    Und es stimmt, früher oder später macht der Körper starkes Übergewicht nicht mit.
    Ich wollte dich noch fragen. Hast Du nach einem Carb Tag am nächsten auch mehr Hunger?

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    1. Schrecklich, besonders da es eine ganze Community ist. Dabei zwingt niemand sie zu irgendetwas.

      Nein, eigentlich nicht. Es war alles ganz normal. Aber liegt vielleicht auch dran, dass ich am Wochenende grundsätzlich später esse und somit eine kürzere „wache“ Fastenzeit habe. Unter der Woche habe ich teilweise 19 Stunden Pause. Am Wochenende bin ich eher bei 16 Stunden.

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      1. Du machst das richtig klasse👍

        Ich glaube, dass man im Internet Gruppen für und gegen alles finden kann. Die Gemeinschaft macht stark.
        Ganz schlimm werden vegane Influencer beschimpft, wenn sie wieder Fleisch essen. Die, die sie vorher noch haben hochleben lassen, schreiben Hasskommentare.🙄

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      2. Ooooh ja. Ich habe auf Youtube eine Veganerin, die ich sehr gerne mag, weil ich finde, dass sie eine gute Meinung vertritt. Gibt ja auch unter Veganern verrückte Ableger, die alles und jeden Verteufeln. Durch ihre Video-Kommentare dazu bekomme ich aus der Szene auch viel mit. Ich bin wirklich der Meinung, dass die Anonymität im Netz der Menschheit nicht gut tut. Gibt ja auch ständig wegen jedem Scheiß Morddrohungen. Selbst Produzenten von Kinderserien werden von unzufriedenen Fans bedroht, wenn ihnen das Ende nicht passt. Das ist doch Wahnsinn. 😱

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      3. Ich habe die vegane Szene eine Zeit beobachtet. Früher oder später hören die meisten auf. Es ist aufwendig, auf Dauer keine Mangelerscheinungen zu entwickeln.

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      4. Ja, aber ich glaube, dass es machbar ist. Aber man muss halt auch offen für Ersatzprodukte oder Supplements sein…Und sich mit Ernährung beschäftigen. Außerdem bin ich mir sicher, dass die Produkte und Ideen mit jedem Jahr besser werden. Und das gilt ja nicht nur für das vegane Eck sondern zum Glück auch für den Low carb und keto Bereich. 😁

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      5. Das stimmt. Man muss nur planen, wie Du es jetzt machst. Und man muss gewisse Kombis essen. Ich habe es ausprobiert, fand es nach einiger Zeit zu einengend. Zudem dauert die Umstellung bei älteren Menschen länger.
        Verstehe mich nicht falsch, ich bin absolut dafür, man muss nur diszipliniert sein.
        Und ja, die Auswahl wird immer besser. Ich esse an vielen Tagen vegan, nur nicht immer. 😀

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