Ein Miso-Traum in Weiß

Lange habe ich es nicht ausgehalten: Es geht einfach nicht ohne Miso-Paste. Doch nun ist der Vorrat wieder aufgefüllt, wobei ich mir diesmal gleich zwei unterschiedliche Pasten besorgt habe. Los ging es heute mit der milden Variante, dem weißen Miso.

Nach der alltäglichen Leseeinheit, habe ich den heutigen Tag mit einem einfachen Frühstück begonnen – die Kreativität bei den Mahlzeiten lässt im Moment wirklich zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz war ich mit meinem Croissant-Sandwich sehr zufrieden, belegt hatte ich es mit Butter, Salat, veganer Lyoner, Butterkäse, Tomate und etwas veganer Mayo. Dazu gab es außerdem ein weichgekochtes Schwabbel-Ei, gut verpackt in der Eierdose. Zusammen mit meinem Sandwich habe ich mich im Anschluss auch direkt ins Büro verkrümelt, da ich ganz entspannt eine Meldung vorbereiten wollte. Außerdem arbeite ich gerade an einem ganz furchtbarem Artikel, der nur so mit Formeln um sich wirft. An sich ist das Thema zwar ziemlich interessant, aber ich kann es nicht leiden, wenn Beiträge sich wie Formelsammlungen lesen. Kein Wunder also, dass ich bald eine Kaffee-Pause einlegen musste.

Auch die Low-Carb-Croissant neigen sich langsam dem Ende zu. © Christina Deinhardt

Kalorien: 454 kcal
Eiweiß: 28 g
Fette: 33 g
Kohlenhydrate: 9 g

Die volle Protein-Dröhnung

Bei meinem Vormittagssnack habe ich heute richtig zugeschlagen. Zum einen habe ich mir einen dekadenten Shake gemacht, zum anderen gab es einen Protein-Riegel, um den Bestand weiter zu reduzieren – schließlich gibt es dort draußen noch viele Riegel, die probiert werden müssen. Bei dem Shake habe ich mir heute sogar richtig Mühe gegeben: Neben Protein-Pulver mit Erdbeergeschmack und Mandelmilch, habe ich außerdem Kokosmilch, Beeren und Protein-Erdnussbutter verwendet. Am Ende hatte ich einen mächtigen Snack, der wirklich gut geschmeckt hat – und ich bereue nichts!

Mit Erdnussbutter kann man die Kalorien nach Belieben in die Höhe treiben. © Christina Deinhardt

Kalorien: 570 kcal
Eiweiß: 55 g
Fette: 30 g
Kohlenhydrate: 24 g

Schnell, schnell

Beim Mittagessen musste ich mich heute beeilen, denn um eins war eine Schulung eingeplant und ich hatte die Zeit nicht im Blick, weswegen ich viel zu spät mit dem kochen angefangen habe. Schnell habe ich also meine Suppe vorbereitet, die war zum Glück nicht sonderlich kompliziert. Es gab eine einfache Miso-Suppe – der Miso-Pasten-Nachschub musste schließlich eingeweiht werden. Für die Suppe habe ich zunächst Pilze und eine Mai-Rübe angebraten, anschließend kamen Gemüsebrühe und Spinat in den Topf. In einer separaten Pfanne habe ich außerdem ein paar Lachs-Würfel angebraten, der als Topping auf die Suppe sollten. Sobald die Suppe fast fertig war, musste nur noch die Miso-Paste in den Topf. Diesmal habe ich weißes Miso ausprobiert, das ist im Gegensatz zum roten Miso etwas milder und nicht so salzig. Allerdings konnte ich mir am Ende das Nachwürzen nicht verkneifen, wofür ich Chili-Öl, Sesam-Öl und Fischsoße verwendet habe. Das hat sich auch wirklich gelohnt, die fertige Suppe hat super geschmeckt. Ich finde das milde Miso zwar insgesamt sehr lecker, doch eigentlich mag ich es eher würziger. Meine Suppe habe ich übrigens still und leise während der Schulung gegessen, was dank der Videokonferenz kein Problem war. Ich musste schließlich nur zuhören.

Endlich gibt es wieder Miso-Suppen. © Christina Deinhardt

Kalorien: 279 kcal
Eiweiß: 20 g
Fette: 8 g
Kohlenhydrate: 35 g

Alles weg!

Pünktlich um vier Uhr stand die Spaziergang-Freundin vor meiner Tür; sie war so nett, mir bei der Kleiderspende zu helfen. Außerdem hatte sie auch noch ein paar Klamotten, die abgegeben werden konnten. Vollbeladen mit zwei Koffern, dem Blazer und zwei weiteren Beuteln ging es also zum Frauenhaus, wo alles schnell ausgepackt und ausgebreitet wurde. Nach wenigen Minuten waren wir auch schon fertig und konnten wieder gehen – die alte Tina ist damit nun offiziell abgegeben. Im Anschluss haben wir noch einen langen Spaziergang gemacht. Es war richtig schön, endlich wieder die Innenstadt zu sehen, dort war ich schon seit fast einem Jahr nicht mehr.

Es ging heute zur Burg. © Christina Deinhardt

Es gibt übrigens ein lustiges Update vom singenden Nachbarn. Der hat sich heute erfolgreich aus seiner Wohnung ausgesperrt. Nun versucht er schon seit Stunden seine Tür aufzubrechen – er hat mir erzählt, dass sie nicht einmal abgeschlossen ist. Dennoch bekommt er sie einfach nicht auf. Ich hatte ihm vorgeschlagen, den Schlüsseldienst zu rufen, doch dafür ist es zu geizig. Ich bin wirklich gespannt, ob er das heute noch schaffen wird und welche Kosten da noch auf ihn zukommen werden, denn die Tür ist mittlerweile nur noch Schrott – und dass, obwohl sie nach wie vor nicht aufgeht. Ein bisschen tut sie mir auch leid, die Arme musste bereits viel durchmachen – zum Beispiel wurde sie vor ein paar Jahren von der Polizei aufgerammt, da der vorherige Bewohner mit Drogen zu tun hatte. Wie schön ist es doch in einer Großstadt zu wohnen.

Gesamt:
Kalorien: 1.303 kcal
Eiweiß: 103 g
Fette: 71 g
Kohlenhydrate: 68 g
Wasser: 2.900 ml

7 Kommentare zu „Ein Miso-Traum in Weiß

    1. Das Gefummel an der Tür ging schon am Vormittag los. 😂 Er hatte also ein grooooßes Zeitfenster.
      Es fällt mir nicht schwer, mich davon zu trennen. Ich war eher emotional, weil ich es noch nicht so wirklich glauben kann, dass ich es schon so weit geschafft habe. Nur ein paar Kleidungsstücke, sind mir etwas schwer gefallen, allerdings war ich auch extrem radikal. Nu hängt da eine einzige Jacke im Flur. Sieht fast traurig aus, wenn ich daran denke, wie überfüllt es dort vorher war. 😂

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      1. Naja, wenn die Sachen soooo groß sind, sieht es ja auch eigenartig aus.
        Warst Du eigentlich immer übergewichtig? So oder so, ich finde es cool, so jemanden wie dich virtuell zu kennen, die eine solche Wahnsinns Leistung mal eben so nebenbei hinkriegt. Und das noch allein…..Du hast meinen Respekt. 👏🏆🥇🤗
        Und der Herr Nachbar eher mein Mitleid.🙃

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      2. Puh! Jetzt war ich gestern zu müde, um noch zu antworten. Sorry.
        Und nein, früher war ich eigentlich normal. Das ging erst in der frühen Jugend los, das übliche eben, Pupertät, Perspektivlosigkeit und andere Probleme. Richtig extrem wurde es dann im ersten Studium und beim Job aus der Hölle kam dann noch mal ordentlich was dazu.
        Wow, das ist mal ein Kompliment. Danke. 😮

        Gefällt 1 Person

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