Zurück aus der Zerbröselung

Pünktlich zum Urlaubsbeginn hat es mich ganz schön zerbröselt – die freien Tage kamen somit genau im richtigen Moment. Trotzdem muss es nun wieder weitergehen, man darf sich schließlich nicht zu sehr gehen lassen.

Meinen spontanen Urlaub habe ich in vielerlei Hinsicht genutzt, auch um eine Diät-Pause einzulegen. Das heißt jetzt nicht, dass ich mich jeden Tag vollgestopft hätte. Vielmehr habe ich mich ganz ohne Kalorienzählen oder technische Hilfsmittel ernährt, die Mahlzeiten wurden somit nach Lust und Laune gestaltet. Die Laune hielt sich dabei allerdings meistens in Grenzen, darum landeten häufig lieblos zusammengeworfene Butterbrote und sogar eine vegetarische Tiefkühlpizza auf dem Mittagstisch.

Doch mit der übermäßigen Faulheit ist nun Schluss, der Urlaub ist vorbei und nun muss das Diät-Programm weitergehen. Was jetzt nicht heißt, dass es in Zukunft keine Butterbrote mehr geben wird, allerdings versuche ich mir wieder etwas mehr Mühe bei der Präsentation der Mahlzeiten zu geben – der erste Schritt ist dabei die Verwendung von Tellern. Butterbrote sind auch ein gutes Stichwort für den heutigen Tag, denn genau diese gab es heute Morgen zum Frühstück – mit Margarine, veganem Frischkäse, veganer Teewurst, Tomate, Schnittlauch und ja, es kam sogar ein Teller zum Einsatz. Dazu gab es außerdem eine Tasse „Not Milk“, die mir kürzlich empfohlen wurde, da sie dem Geschmack von frischer Kuhmilch ziemlich nahe kommen soll. Nach meinem Geschmackstest kann ich dies auch bestätigen: Die Hafermilch schmeckt nur ganz leicht nach Hafer und kann wunderbar pur getrunken werden. Ich bin wirklich begeistert und freue mich sehr, dass ich nun auch einen Ersatz für die „Ich brauche dringend ein Glas frische Milch!“-Phasen gefunden habe.

Zusammen mit meinem Frühstück ging es zurück in den Arbeitsalltag. © Christina Deinhardt

Kalorien: 507 kcal
Eiweiß: 20 g
Fette: 35 g
Kohlenhydrate: 24 g

Schnell noch was naschen

Heute ging es in der Arbeit gleich ziemlich rund, denn eine Meldung musste dringend verschickt werden und dabei gab es einige Startschwierigkeiten. Gut, dass ich vor dem Chaos noch schnell einen veganen Pudding gefuttert habe, denn meine Mittagspause musste um ein paar Stunden verschoben werden; der Versand der Meldung war einfach wichtiger.

Süß und lecker! © Christina Deinhardt

Kalorien: 129 kcal
Eiweiß: 1 g
Fette: 7 g
Kohlenhydrate: 14 g

Jetzt aber!

Als die Meldung endlich abgehakt war, konnte ich mich um mein Mittagessen kümmern; es gab einen veganen Nudelsalat mit allerlei Schnickschnack. Während die Low-Carb-Pasta gemütlich im heißen Wasser quellen durften, habe ich Gurke und Tomate kleingeschnitten und zusammen mit in Basilikum eingelegtem Anti-Pasti-Tofu und veganem Cheddar in einen Teller gegeben. Dazu kamen noch die Nudeln und ein Dressing aus veganer und zuckerfreier Burger-Soße, Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer und frischem Thymian. Der Nudelsalat war am Ende wirklich fantastisch, schön würzig und erfrischend. Außerdem hat der Basilikum-Tofu das einfache Gericht super abgerundet.

Ein bunter Nudelsalat mit Pasta aus Leinsamenmehl. © Christina Deinhardt

Kalorien: 486 kcal
Eiweiß: 43 g
Fette: 21 g
Kohlenhydrate: 22 g

Ein kleiner Rückblick

Wie schon erwähnt, hatte ich meinen Urlaub ziemlich erschöpft begonnen: Am Freitag ging es noch schnell zum Schuhgeschäft, wo ich mir neue Sportschuhe und Sandalen gekauft habe. Anschließend bin ich auf meiner Couch versumpft und habe es einfach nicht mehr geschafft, einen Beitrag für den Blog aufzusetzen, um mich ordentlich in den Urlaub zu verabschieden. Am Samstagmorgen war ich immer noch ziemlich platt, allerdings hatte ich mich zum Tretbootfahren verabredet und konnte somit nicht allzu lange faulenzen. Das Tretbootfahren war übrigens ein Punkt auf meiner „Ich bin jetzt leichter“-To-do-Liste. Quasi der ultimative Test, um zu sehen, ob mich ein Boot nun aushält. Das hat es auch tatsächlich getan und ohne nasse Zwischenfälle konnten wir gemütlich über den Dutzendteich strampeln. Nach getaner Strampelei ging es anschließend in einen Biergarten, wo ich mir eine Portion saurer Zipfel genehmigt habe, ein klassisches Gericht aus Nürnberg, bei dem Bratwürstchen zusammen mit Zwiebeln in einem Sud aus Essig gegart werden.

Wilde Scifi-Action

Am Sonntag ging es weiter mit einem Spieleabend, wir haben endlich unser Rollenspielabendteuer begonnen, für das wir neulich die Charaktere vorbereitet hatten. Diesmal hatte ich beim Würfeln sogar richtig Glück, wodurch unsere Verfolgungsjagd durch die imaginäre Scifi-Stadt erfolgreich beendet werden konnte. Unsere Kopfgeldjäger sind damit nun um einige Credits reicher und konnten einen antiken Roboter einkassieren, der vermutlich für den weiteren Storyverlauf herhalten muss. Vermutlich hört sich das nun ziemlich stark nach Star Wars an, was aber auch kein Wunder ist, denn das Rollenspieluniversum ist an viele der berühmten Scifi-Klassiker angelehnt. Mein Charakter ist übrigens die Pilotin der Crew, ein Alien mit Hang zum Übermut und Leichtsinn. Trotz heftigen Beschusses auf Deckung verzichten und stattdessen stylisch auf das Fahrzeug des davonrasenden Gegners zielen und auch noch die wichtigen Teile treffen? Kein Problem. Um nach all dem Stress entspannen zu können, muss sie allerdings in zwielichtigen Kneipen ihr Geld bei irgendwelchen Wettrennen verzocken – und zwar häufig, da man während der Spielrunden Stress-Punkte sammelt und ich da nicht sonderlich vorsichtig bin. Ich liebe meinen kleinen Alien jetzt schon! Um den Spieleabend abzurunden, haben wir außerdem ein leckeres Essen zusammengeworfen: Diesmal gab es vegane Burger mit Pommes und Salat.

Faulenzen und Geschichte

Den Montag habe ich allein zum Faulenzen genutzt, was auch wirklich dringend notwendig war. Weiter ging es also erst am Dienstag mit einer Fahrt in die alte Heimat. Dort ging es zunächst mit einer Freundin zu einer Tropfsteinhöhle nach Velburg, wobei wir uns im Anschluss noch ein kleines Picknick auf der Burgruine gegönnt haben. Wobei Picknick ein mutiger Begriff ist, eigentlich gab es einfach nur ein belegtes Brötchen, dass wir uns am Vormittag bei unserem dekadenten Frühstück in einem Neumarkter Café geschmiert hatten. Mit Geschichte ging es am nächsten Tag weiter, denn es ging zusammen mit meinen Eltern nach Eichstätt ins Jura-Museum – ohne Knochen und Fossilien ist es einfach kein Urlaub. Auch an dem Tag wurde ordentlich geschlemmt: Nach dem Museumsbesuch ging es in ein schickes Restaurant, wo ich mir einen Jägerbraten mit Kloß erlaubt habe – auf einen Braten mit Kloß hatte ich schon seit Ewigkeiten Lust.

Zerbröselt im großen Stil

Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Als ich am Donnerstag wieder nach Hause gekommen bin, ging die große Zerbröselung erst so richtig los. Ich war zu dem Zeitpunkt nur noch erledigt. Obwohl die Unternehmungen alle wirklich klasse waren, haben sie auch ganz schön viel Energie gekostet, aber eher, weil ich vorher schon platt war. Aus diesem Grund habe ich mich von Donnerstagvormittag bis Sonntag in meiner Wohnung verbarrikadiert, wo ich die Zeit mit Lesen, Resident-Evil-Zocken, Schlafen und Faulenzen verbracht habe. Na gut, an einem Tag musste ich noch schnell einer Nachbarin beim Schleppen helfen und eine Runde durch den Supermarkt war ebenfalls nötig, doch trotzdem konnte ich ausgiebig entspannen und Energie tanken. Es tut mir zwar leid, dass ich die Anfragen der neuen Bekanntschaften allesamt abwimmeln musste, aber ich habe die Ruhe einfach gebraucht.

Gesamt:
Kalorien: 1.122 kcal
Eiweiß: 64 g
Fette: 63 g
Kohlenhydrate: 60 g
Wasser: 1.900 ml

11 Kommentare zu „Zurück aus der Zerbröselung

  1. Hallo Tina,
    Schön das du wieder zurück bist.
    Im Urlaub hast du trotz deiner Zerbröselung ja einiges unternommen. Und dann ist einfach der ganze Stress der letzten Wochen von dir abgefallen. – Ist doch gut so 👍
    Ich wünsche dir einen schönen Abend 🌈
    Liebe Grüße 😘
    Monika 😎

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja, ich muss gestehen, als ich am Anfang den vollen Kalender gesehen habe, war ich tatsächlich ein wenig überfordert. Aber dann konnte ich trotzdem Tage zum Chillen reinwurschteln, was auch wirklich gut getan hat. War also eine rundum gute Woche. 😄
      Vielen Dank, wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße Tina

      Gefällt 2 Personen

      1. Ich backe mir jetzt Haferflockenbrot. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Flohsamenschalen wirklich die Ursache war. Es war jedenfalls sehr unangenehm. Es fühlte sich wie eine schwere Unterzuckerung an. Und ich hatte neulich noch eine Blutuntersuchung und hatte normale Werte.

        Gefällt 1 Person

      2. Ja, danke…alles perfekt und schmeckt gut. Ist wohl kalorienreich, aber auch sättigend. Eine kleine Scheibe reicht.
        Ich fand es schade, Dein Brot hatte gut geschmeckt. 😁

        Gefällt 1 Person

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