Der Tag der Wahrheit

Vor dem Wiegetag habe ich mich lange gedrückt; der Gedanke mich zu wiegen, war nach dem letzten Monat einfach gruselig. Der Waage war das natürlich egal, regelmäßig hat sie mich vorwurfsvoll angestarrt, was die mulmige Gefühlslage nicht unbedingt verbessert hat. Doch heute war ich mutig und habe mich ihrem strengen Urteil gestellt.

Im August ging es für meine Verhältnisse rund: Neben Geburtstagsfeiern, Restaurantbesuchen und so manchen sündigen Momenten, ging es beim Sportprogramm so richtig zur Sache: Fitnessstudio, Schwimmen und Spaziergänge wurden mehr oder weniger zuverlässig durchgezogen – ein paar schwächliche Momente gab es natürlich auch. Trotzdem war am Ende alles gar nicht so schlimm, wie ich gedacht hatte. Ich kann das schlechte Gewissen also endlich herunterschrauben.

Das Ergebnis

Nachdem ich mich so lange vor dem Wiegetag versteckt habe, musste ich heute also endlich in den sauren Apfel beißen. Es ging nach dem Aufstehen also auf die Waage, wo eine freudige Überraschung auf mich gewartet hat. Das Ergebnis war mehr als positiv – was ich, ehrlich gesagt, nicht erwartet hatte. Seit dem letzten Wiegetag habe ich immerhin zwei Kilo abgenommen, doch das ist nicht alles: Meine Kleidergröße hat sich wieder verändert und genau in diesem Moment trage ich voller Stolz eine nagelneue Jeans in Größe 44 – und sie passt wie angegossen. Auch die Shirts, die beim Kauf noch sehr eng waren, sitzen nun schon etwas locker und auch die gebrauchte Jacke passt mit jedem Tag besser. Insgesamt habe ich nun schon 72 Kilo abgenommen und der nächste Meilenstein, der BMI von 30, ist nicht mehr fern. Schauen wir mal, wie es im September weitergeht.

13 Kommentare zu „Der Tag der Wahrheit

      1. Ich komm eh noch nicht drauf klar, dass ich mein Spiegelbild jetzt mag. 😳 Ich brauch langsam daheim einen Ganzkörper Spiegel zum Klamotten und Schuhe anprobieren…
        Allerdings höre ich jetzt auch oft von Freunden Zeug wie „wie viel willst du denn noch abnehmen? Du musst jetzt mal aufhören. Sonst bist du ja weg.“ Mei, wie mich das nervt. Ich weiß schon, was ich mach!

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      2. Andere fühlen sich sicher unterbewusst unter Druck gesetzt. Es zeigt ja auch eine psychische Stärke. Normalerweise sieht die Gesellschaft Übergewichtige als willensschwach.🙄
        Du musst Dich wohlfühlen und da muss das ganze Paket passen. Kopf und Körper. Der Weg ist das Ziel.😉

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      3. Bei ein paar davon stimmt das vermutlich auch, wenn ich da an meine zwei Youtuberinnen denke… Die eine steckt mittlerweile tief in einer drogensucht und lässt sich von nem Junkie ausnutzen und schlagen, die andere versucht krampfhaft die 600 lbs zu knacken. Die zwei zeigen mir immer wieder, dass ich gar nicht so kacke bin, wie ich immer dachte. 😂
        Und ja, darum nerven mich die Sprüche so. Ich red da ja auch niemandem rein. Also ich würde es verstehen, wenn ich nur noch Haut und Knochen wäre. Bis dahin gibt es aber noch viiiiiiiiel Spielraum.

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      4. 😀Viele Menschen fühlen sich auch nicht wohl, wenn sich einer in seinem direkten Umfeld stark verändert.
        Ich sehe es hauptsächlich gesundheitlich und zudem hat man mehr Lebensqualität. Zu dick und zu dünn sind gleich schlecht.
        Aber Dein Zielgewicht ist jedenfalls in Reichweite.

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      5. Damit müssen Sie Nu klar kommen. 😁 Und ganz genau. Außerdem haben die Untersuchungen beim Arzt gezeigt, dass es sich voll gelohnt hat. Die letzten Blutwerte waren alle sehr gut, was doch eine große Erleichterung ist.

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