Das mittelmäßige Experiment

Nicht alle Küchenexperimente sind von Erfolg gekrönt, was aber nicht immer nur an meinen zweifelhaften Kochkünsten liegt. Manchmal wird man mit einem Produkt einfach nicht warm, was bei mir wohl auf den Tempeh zutrifft. Doch zum Glück war es das nun mit dem fermentierten Soja-Block und Nachschub werde ich mir davon in naher Zukunft bestimmt nicht besorgen.

Obwohl ich gestern viel gedöst und geschlafen habe, war ich heute Morgen nicht sonderlich fit. Ich schiebe das jetzt einfach mal auf das Wetter und die Dunkelheit, wobei ich ohnehin fast immer müde bin. Trotz der allgemeinen Plattheit habe ich mich schnell fertig gemacht, da ich vor dem Frühstück noch die angesetzte Pressemeldung vorbereiten wollte – angesichts der Welle an Meldungen, die ich in letzter Zeit vorbereiten musste, fällt mir der Umgang mit den Tools inzwischen wirklich leicht, noch dazu bin ich durch die ständige Übung auch deutlich schneller geworden. Mit dem Frühstück musste somit nicht lange warten. Da ich vom Wochenende noch so viel Tofu übrig hatte, gab es leckeres, veganes Rührei, das ich zusammen mit Brot und Margarine gegessen habe. Fürs Auge gab es auch noch eine Frühlingszwiebel.

So einfach, so lecker! © Christina Deinhardt

Kalorien: 569 kcal
Eiweiß: 22 g
Fette: 26 g
Kohlenhydrate: 56 g

Das war wohl nichts

Heute musste ich unbedingt den Rest des Tempeh aufbrauchen, damit er nicht schlecht wird. Bereits gestern Abend habe ich den Block darum klein geschnitten und in eine Marinade aus Chili-Paste, Sojasoße und Fischsoße eingelegt. Die Würfel habe ich mittags schließlich zusammen mit Frühlingszwiebeln, Sesamöl, Ingwer und Knoblauch angebraten. Außerdem kam nach einiger Zeit ein ganzer Haufen Gemüse dazu, nämlich Zuckerschoten, Shiitake- und Shimeji-Pilze und Choi Sam – ein Blattgemüse, das dem Pok Choi sehr ähnlich ist. Am Ende habe ich noch eine halbe Portion Soba dazugegeben und alles gut vermengt. An sich war die Mahlzeit eigentlich ganz gut, allerdings war mir der Geschmack des Tempeh mittlerweile einfach zu stark. Gut, dass der Block nun aufgebraucht ist, noch einmal werde ich mir das Produkt wohl nicht besorgen. Tofu oder Soja-Schnetzel sind mir einfach lieber.

Das Ende des Tempeh-Experiments war nicht sonderlich lecker. © Christina Deinhardt

Kalorien: 610 kcal
Eiweiß: 31 g
Fette: 23 g
Kohlenhydrate: 72 g

Gegen den Nachgeschmack

Diesmal hat das Tempeh einen seltsamen Nachgeschmack verursacht, darum musste schon bald ein saftiger Snack sein. Es gab also eine Birne, außerdem habe ich mir später noch einen Hafermilchkaffee gemacht.

Kalorien: 234 kcal
Eiweiß: 3 g
Fette: 11 g
Kohlenhydrate: 32 g

Rückblick aufs Wochenende

Am Samstagmorgen ging es schon früh los, denn am frühen Nachmittag sollte die Babylon-5- und Koch-Session beginnen. Aus diesem Grund musste ich mich etwas ranhalten, da ich noch zum Fitnessstudio wollte und außerdem die Wohnung sauber machen musste. Doch zuerst gab es ein leckeres Frühstück – das war gleichzeitig eine kleine Mutprobe, denn ich wollte mal wieder Natto ausprobieren, ein traditionelles japanisches Lebensmittel aus fermentierten Sojabohnen.

Klingt im ersten Moment vielleicht harmlos, doch der Geschmack und die Konsistenz ist für uns Europäer ein wenig gewöhnungsbedürftig: Die Bohnen riechen stark und sind schleimig. Schon vor ein paar Jahren hatte ich Natto ausprobiert, damals war ich aber nicht sonderlich begeistert. Doch ich wollte dem Produkt noch eine Chance geben, auch da sich mein Geschmackssinn im Laufe des letzten Jahres stark gewandelt hat. Am Morgen habe ich mir also eine Schale Reis gekocht und das Natto angerührt, wofür ich die beigelegten Senf- und Soja-Soße-Päckchen verwendet habe. Die schleimigen Sojabohnen kamen anschließend auf den Reis, dazu gab es außerdem noch etwas Frühlingszwiebel. Vor dem Essen habe ich alles noch gut vermischt, außerdem gab es noch einen zusätzlichen Schuss Sojasoße, da ich es eher salzig mag. Diesmal war ich auch wirklich zufrieden mit dem einfachen Frühstück, der Geschmack ist zwar nach wie vor etwas bitter und nussig, aber diesmal fand ich das Aroma eigentlich sehr angenehm. Pur könnte ich die Sojabohnen vermutlich nicht essen, aber zusammen mit Reis könnten sie vielleicht nun häufiger auf meinem Speiseplan landen. Im Nachhinein kann ich auch sagen, dass ich den Geschmack von Natto deutlich angenehmer finde, als den von Tempeh, obwohl die Produkte sich ja in gewisser Weise ähnlich sind.

Auch das Mittagessen kam am Samstag aus dem japanischen Eck. Meine Japan-Freundin hatte sich Sukiyaki gewünscht, ein japanisches Eintopfgericht mit viel Gemüse, Tofu und Rindfleisch, das ich schon vor längerer Zeit ausprobiert hatte. Dazu gab es außerdem noch Konnyaku, eine Art Gel, das aus der Konjakwurzel hergestellt wird. Vielleicht kennt Ihr ja Shirataki-Nudeln, diese kalorienarmen, weißen Nudeln, die gerne bei so mancher Diät verwendet werden. Die bestehen ebenfalls aus der Konjakwurzel und sind dem Gel sehr ähnlich.

Ansonsten gab es an dem Tag noch ein paar Chips und Käsesticks, die wir beim Fernsehabend zusammen gegessen haben.

Die Reste des Eintopfs habe ich am nächsten Tag für eine leckere Suppe verwendet, dazu gab es außerdem eine Portion Udon. Ansonsten hatte ich am Sonntag neben ein paar Knabbereien noch eine Kaki und einen Pfirsich gegessen, um den Kalorienhaushalt überschaubar zu halten.

Gesamt:
Kalorien: 1.413 kcal
Eiweiß: 56 g
Fette: 60 g
Kohlenhydrate: 160 g
Wasser: 1.700 ml

5 Kommentare zu „Das mittelmäßige Experiment

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