Eigenkreation mit Natto

Um die heutige Lust auf Natto angemessen stillen zu können, habe ich mich gegen Mittag an einer Eigenkreation versucht – was ja ab und an gerne in einem aromatischen Schwerverbrechen endet. Heute war das Endergebnis jedoch fantastisch; zwar muss ich das Anrichten noch üben, doch zumindest war der Geschmack einfach perfekt.

Na, das war mal wieder eine kurze Nacht: Gegen vier Uhr hat mich die Japan-Freundin nach Hause gefahren – die Busse waren zu dem Zeitpunkt noch nicht unterwegs. Der Abend war aber auch wirklich schön: Unsere Torte ist super geworden und konnte schon bald ins Gefrierfach, um schön fest zu werden. Ansonsten haben wir viel gequatscht, einige Filme angesehen und gegammelt. Nach einigen Stunden gab es auch noch eine Geschmacksprobe, denn nach rund drei Stunden war die Torte fest und konnte vorsichtig angeschnitten werden. Mit dem Ergebnis war ich schon recht zufrieden, allerdings muss man an dem Rezept noch etwas herumschrauben. Der Boden war zum Beispiel viel zu trocken und war somit bröselig, zudem werden die veganen Cremes beim Auftauen viel zu weich – beim nächsten Mal möchte ich also mit Agar-Agar herumprobieren, um eine schöne, schnittfeste Masse zu bekommen. Geschmacklich war unser Meisterwerk allerdings wunderbar, nicht zu süß, dafür jedoch mit intensiven Kiwi- und Kokos-Geschmack.

Die Torte konnte sich wirklich sehen lassen. © Christina Deinhardt

Ein Termin für die Seele

An sich wäre die lange Nacht kein Problem gewesen, allerdings hatte ich heute um neun Uhr meinen Termin beim Friseur. Nach rund dreieinhalb Stunden Schlaf habe ich mich also schon wieder aus dem Bett gequält und mich fertig gemacht. Ein Frühstück musste auch sein, darum habe ich mir zwei Brote gemacht, eins mit Margarine und veganer Streichwurst und eins mit Margarine, veganem Zwiebel-Brotaufstrich und Gurke. Sobald ich aufgegessen hatte, musste ich auch schon los, um mich bei meiner Lieblingsfriseurin rundum verwöhnen zu lassen. Das Ergebnis hat mir auch wieder richtig gut gefallen, da hat sich der müde morgen auf jeden Fall gelohnt. Bei der Rechnung ist der Friseurin dann jedoch ein Fehler passiert, sie hat viel zu wenig berechnet. Als ich sie darauf hingewiesen habe, wollte sie die Rechnung jedoch nicht mehr überarbeiten, somit war das Wohlfühlprogramm heute um einiges günstiger als sonst – ganz unabhängig davon muss ich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass es sich so gut anfühlen kann, ein gern gesehener Stammkunde zu sein.

Für ein aufwendiges Frühstück hatte ich heute einfach keinen Nerv. © Christina Deinhardt

Nussige Kreation

Auch heute wollte ich unbedingt eine Portion Natto essen, denn die Packungen verderben schnell, sobald sie aufgetaut sind. Auf die übliche Reisschüssel hatte ich jedoch keine Lust, darum musste ein anspruchsvolleres Gericht her. Ich habe darum veganes Soja-Hack, Austernpilze, Champignons, Karotten und Ingwer in eine Pfanne gegeben und angebraten. Dazu kam Pflanzenfett mit Buttergeschmack, Miso-Paste, Tahini, Sojasoße und etwas Sesamöl, um ein würziges und nussiges Aroma zu bekommen. In einem Topf habe ich außerdem zunächst Pak Choi und anschließend Soba gekocht – das Nudelwasser wurde für die Soja-Hack-Gemüse-Pfanne weiterverwendet, da ich eine würzige Brühe haben wollte. Sobald ich schließlich noch das Natto mit Senf und Sojasoße angerührt hatte, konnte ich alles in einer großen Ramen-Schüssel anrichten, was am Ende auch gar nicht so schlecht ausgesehen hat – zwar war die Mahlzeit nicht perfekt, aber immerhin sah sie nicht nach einem unförmigen Nudelhaufen aus. Geschmacklich war die Portion auf jeden Fall hervorragend, das Natto hat das nussige Aroma der angebratenen Mischung fantastisch unterstrichen und der salzige Geschmack der Miso-Paste war genau richtig – ich bin wirklich begeistert.

Natto schmeckt mir mit jeder Mahlzeit besser – ich bin ein richtiger Fan geworden. © Christina Deinhardt

Erst das Nickerchen, dann der Snack

Ansonsten war der Tag heute eigentlich ziemlich unspektakulär, denn ich war verständlicherweise ziemlich platt. Nach dem Mittagessen ging es schließlich ohne Umwege auf die Couch für ein längeres Nickerchen. Als ich irgendwann wieder ansprechbar bin, habe ich mir noch eine Kaki gegönnt, anschließend wurde weiter gegammelt.

Nach dem Wohlfühltermin war ich noch schnell beim Gemüseladen, um ein paar Leckereien zu besorgen. © Christina Deinhardt

Ein weiterer Neuanfang?

Nächste Woche findet – voraussichtlich – das Treffen der LARP-Gruppe statt. Keine Sorge, wir sind natürlich brav und halten uns an die neuen Corona-Regeln, obwohl wir nur wenige Personen und davon alle geimpft sind. Vor dem Termin werde ich trotzdem einen Test machen, obwohl ich ohnehin ziemlich aufpasse und vorsichtig bin. Doch man kann bei so etwas, meiner Meinung nach, nicht vorsichtig genug sein. Auf das Treffen bin ich schon ziemlich gespannt, allerdings bin ich auch nervös, da der letzte Versuch so schrecklich verlaufen ist. Aber man muss sich unangenehmen Situationen ja irgendwann stellen, um sich weiterentwickeln zu können. In diesem Sinne ist es nun auch an der Zeit, meinen alten Charakter „umzubringen“ – der passt nun einfach nicht mehr zu mir und ich finde im Rahmen meiner Transformation ist es auch hier Zeit für etwas Neues. Insbesondere, da die Auto-Freundin und ich bereits den Stoff für eine neue Gewandung besorgt haben.

3 Kommentare zu „Eigenkreation mit Natto

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: