Das große Nähprojekt

Schon wieder eine längere Blog-Pause, auch wenn diese nicht geplant war. Diesmal ist mir wieder der liebe Freizeitstress in die Quere gekommen, zum Beispiel musste unbedingt das Kleid für die Weihnachtsfeier genäht werden – die Nähmaschine kam also endlich so richtig zum Einsatz.

Die Freizeit war in den letzten Tagen gut gefüllt, was auch der Grund war, warum es hier schon wieder so stillt geworden ist – unfreiwillig. Heute war der Tag jedoch ziemlich entspannt, darum konnte ich den Morgen ganz in Ruhe genießen und mit Dösen verbringen, bevor ich schließlich aufgestanden bin. Nach der üblichen Morgenroutine gab es schließlich auch ein leckeres Frühstück, was ich gestern bei einem Stadtbummel gekauft hatte: Es gab einen Reiskuchen mit Fleischfüllung, der eingewickelt in Bananenblättern gedämpft wurde. Das Gericht mag ich wirklich gerne, allerdings ist es immer Glücksache, ob der Asiamarkt die frisch zubereiteten Päckchen gerade im Angebot hat. Kein Wunder also, dass ich gestern einfach zuschlagen musste!

Man zieht vom Inhalt leider nicht viel. © Christina Deinhardt

Der erste Versuch

Vor einigen Tagen ist die Joghurtmaschine angekommen und musste umgehend eingeweiht werden. Die Vorbereitung für das Natto war allerdings etwas zeitaufwendiger, denn die Bohnen mussten zunächst für einige Stunden eingeweicht und anschließend gekocht werden, bevor sie in der Maschine zur Fermentierung angesetzt werden konnten. Los ging es darum mit einer experimentellen Portion Chili-Öl. Dafür habe ich einfach Chili-Flocken und Olivenöl verwendet – das von meinem adoptierten Olivenbaum. Beides kam für vier Stunden bei 55 Grad in die Maschine, was für mich wirklich sehr spannend war, da ich nicht wirklich erkennen konnte, ob überhaupt etwas passiert. Trotzdem hat der Prozess wunderbar funktioniert und von dem Ergebnis bin ich schon begeistert. Geschmacklich wird das Öl mit frischem Chili vermutlich deutlich besser, aber immerhin hat das Öl eine kräftige rote Farbe bekommen. Mit den Ölen möchte ich auf jeden Fall weiter experimentieren, so habe ich mich heute zum Beispiel an Öl mit Petersilie, Salz und Chili versucht, was meiner Meinung nach auch ziemlich gut geworden ist.

Mal sehen, was ich mit dem Yogurt Maker so alles herstellen kann. © Christina Deinhardt

Am selbst gemachten Natto habe ich mich natürlich auch versucht, allerdings musste ich noch zwei Tage warten, bis ich den ersten Versuch endlich probieren konnte. Heute war es jedoch endlich so weit: Die fermentierten Sojabohnen durften nach der Zeit in der Joghurtmaschine für rund zwei Tage im Kühlschrank gären und reifen. Nach der Zeit haben die Bohnen tatsächlich einen sehr schönen, nussigen Geruch bekommen; schleimige Fäden ziehen sie auch. So ganz bin ich zwar noch nicht zufrieden, ich muss wohl noch mit den Zeiten und den Temperaturen herumspielen, doch für den ersten Versuch, sind die Bohnen schon sehr gut geworden. Zubereitet habe ich sie heute zusammen mit geriebener Yams-Wurzel, Rettich, Senf und Soja-Soße. Zusätzlich habe ich noch frische Shiitake mit Frühlingszwiebeln und Pflanzenfett mit Buttergeschmack angebraten und unter die schleimige Masse gegeben. Alles zusammen kam anschließend auf frisch gekochten Basmatireis und wurde noch mit ein paar Mungbohnen-Sprossen verschönert. Geschmacklich war das Ganze wirklich lecker, allerdings dürfte das Aroma des Nattos gerne stärker sein. Ich werde aber nicht aufgeben: Sobald die Portion aufgegessen ist, werde ich einen weiteren Versuch starten.

So schlecht sieht der erste Versuch doch gar nicht aus. © Christina Deinhardt

Umräumen und Putzen

Ansonsten habe ich den entspannten Tag heute genutzt, um meine Küche mal wieder zu optimieren. Die vollkommen überfüllte Schublade mit Koch- und Back-Krimskrams wurde auf zwei Schubladen aufgeteilt, dafür musste die kleine Apotheke ins Bad umziehen. Auch die Töpfe und Backformen mussten geputzt und sortiert werden, schließlich muss ich mich langsam auf die Pasta-Maschine vorbereiten, die in den nächsten Tagen endlich ankommen sollte. Die Joghurtmaschine hat bei der Aktion natürlich auch einen sicheren Platz im Schrank gefunden. Ein paar Snacks gab es im Laufe des Tages auch noch, so habe ich ein paar Brotreste mit Margarine und veganer Wurst gegessen, außerdem gab es ein Glas Hafermilch und ein frisches Mochi mit Creme-Füllung – leider habe ich vergessen davon Beweisfotos aufzunehmen.

Die letzten Tage

Mittwochs wurde der Tag spontan ziemlich voll, denn die Japan-Freundin wollte gerne Bilder für ihre Bewerbung machen. Wir haben also einige Zeit mit der Kamera und dem Ringlicht herumgespielt, bis wir endlich ein Bild hatten, das ihr gefallen hat. Anschließend haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen, sie hatte für uns frisches Sushi besorgt, das wir uns geteilt haben. Später gab es noch eine Japanisch-Lerneinheit bei der wir Vokabeln und Schriftzeichen geübt haben. Zu guter Letzt haben wir uns noch zwei Folgen Babylon 5 gegönnt.

Das Näh-Projekt

Am Donnerstag ging das Näh-Projekt los: Pünktlich zum Feierabend stand die Auto-Freundin vor der Tür und hat mir mit ihrer üblichen Engelsgeduld gezeigt, was gemacht werden muss. Zuerst mussten die Stoffe zugeschnitten werden, wobei ich vermutlich nicht wirklich nützlich war. Aber beim Nähen konnte ich dann ein wenig Hand anlegen, allerdings bin ich als Anfänger natürlich unglaublich langsam. Als mein Näh-Mentor schließlich übernommen hat, ging es plötzlich ratzfatz. Dennoch hat die ganze Aktion einige Stunden gedauert – deutlich länger als geplant. Fertig ist das Kleid zwar nicht geworden, aber ich war von dem Ergebnis schon absolut begeistert: Ich liebe den Stoff, was ich auch regelmäßig jemandem erzählen muss, weil ich mich einfach so sehr freue. Der Schnitt gefällt mir auch total gut, außerdem ist es schön, zu sehen, dass da plötzlich eine Figur ist. Hach, das Kleid macht mich wirklich sehr glücklich. Ich freue mich zudem schon auf die nächsten Näh-Events.

Nähen im Alleingang

Auch am Freitag habe ich den Feierabend mit meinem Kleid verbracht, die Auto/Näh-Freundin hatte mir ein paar Hausaufgaben aufgegeben. Doch zuvor war ich noch zusammen mit der Japan-Freundin im Supermarkt einkaufen. Dabei habe ich die Gelegenheit genutzt, um mein grünes Kleid zusammen mit meinem nagelneuen Gürtel auszuführen – ich lasse mir von Corona nicht meine schönen Kleider ruinieren, darum trage ich sie bei jeder Gelegenheit. Sobald ich wieder zu Hause war, ging es schließlich an die Nähmaschine, allerdings wurde ich dabei von einem Telefon-Date mit einer Freundin von meinem alten Job unterbrochen – wie immer haben wir sehr lange gequatscht, darum wurde es schließlich spät, bis ich endlich mit dem Kleid weitermachen konnte. Fertig ist es nun zwar immer noch nicht, aber immerhin hatte ich ein Kleid für die kleine Weihnachtsfeier mit der LARP-Gruppe. Und wie zuvor erwähnt: Ich bin jetzt schon total glücklich mit dem Kleid.

Der große Tag

Am Samstag war es endlich Zeit für die Weihnachtsfeier, allerdings erst am Nachmittag. Ich hatte somit genug Zeit, um meinen Morgen entspannt zu genießen, mir ein leckeres Frühstück zu machen – es gab mal wieder langweilige, belegte Brote – und mit der Japan-Freundin in der Stadt shoppen zu gehen. Dort war natürlich ziemlich viel los, darum haben wir auch draußen brav unsere Masken getragen. Bei unserer Tour bin ich sogar bei ein paar Läden fündig geworden, so habe ich mir ein Parfüm, Shampoos und Cremes gekauft, außerdem habe ich noch einen kleinen Geldbeutel gefunden, der gut in meine neue Tasche passt – mein Alter ist einfach zu groß und sperrig. Am Ende waren wir zudem noch kurz im Asiamarkt, da die Japan-Freundin noch ein paar Dinge besorgen wollte. Ich habe mich diesmal so gut es geht beherrscht, doch an den Reiskuchen konnte ich nicht vorbeigehen.

Im Anschluss haben sich unsere Wege getrennt, denn es war Zeit zur Larp-Gruppe zu fahren – wobei ich tatsächlich ein wenig nervös war. Nötig war das jedoch nicht, denn wir waren nur zu viert, da die anderen Gäste abgesagt hatten. Für mich war das perfekt, die Gruppe kenne ich schließlich schon. Der Abend war auch wirklich schön, wir hatten viel Spaß, leckeres Essen, zudem konnte ich ansprechen, warum ich irgendwann nicht mehr zu den Treffen gekommen bin. Das Problem hat sich allerdings ohnehin von selbst gelöst, denn die zwei Problem-Idioten haben sich mit der Gruppe nun zerstritten – darüber bin ich wirklich nicht traurig. Meinem neuen Charakter steht somit nichts mehr im Weg und wir haben auch gleich viele lustige Ideen ausgetauscht, was wir so an Accessoires bauen könnten und was für eine Rolle der Charakter in dem Orden spielen wird. Am Ende bin ich mit einem sehr guten Gefühl wieder nach Hause gefahren.

8 Kommentare zu „Das große Nähprojekt

  1. Wow….. So viele Infos…. Hat die Waage jetzt auch ein Kleid ?😂 Das Kleid ist super geworden und bei so viel Freizeit Stress kann ich verstehen, daß Du Pausen einlegen musst.
    PS: ich vermisse Dich auf meinem Blog.😉

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    1. Sorry. Aber war planlos wie ich das jetzt am besten machen soll. Darum hab es einfach alles kompakt in einem Beitrag gekommen 😁

      Es ist soooo schön! Ich mag das Grün auch total. Dazu will ich mich so einem coolen Gugel-Schal. Aber ich glaube, es muss kürzer werden. 🤔

      Hab ich nicht vergessen! Wollte nur d einen Blog ganz in Ruhe und mit Zeit anguggen. Muss ja schon do viel nachlesen. 😁 Kommt hoffentlich nächste Woche! Da ist bis jetzt noch nichts geplant 😙

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      1. 😂 früher hätte ich das ja verstanden🙃

        Das Grün finde ich auch schön und die Länge kannst du für tragen. Manchmal wirkt man ja kleiner, wenn es bodenlang ist.
        Wie sieht Deine Joghurt Maschine eigentlich aus?

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      2. Aber ich muss damit ja laufen können. Da ist es so lang eher nicht so gut. Ein bisschen kann also keiner Meinung nach noch eh 😁 will mir auch noch schöne Schuhe dazu kaufen.

        Er sieht aus wie ein runder Topf in den ich Glas behälter oder kleine keramik Becher stellen kann. Hab den maker von rommelbacher genommen. Falls dir das was sagt. 🤗

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