Spontaner Backmarathon

So viel zum entspannten Wochenstart: Die Japan-Freundin hatte für heute unser geplantes Plätzchen-Event vorgeschlagen, also haben wir abends spontan einen Backmarathon eingelegt. Zusätzlich habe ich außerdem ein neues Kurti gebacken und der Yogurt Maker kam auch zum Einsatz. Neben den ganzen Backwaren war der Tag ansonsten von Bohnen geprägt; zum einen von Beans on Toast und zum anderen von Natto.

Um Punkt fünf Uhr bin ich heute aufgewacht und konnte einfach nicht mehr einschlafen – warum auch immer. Zum Zeitvertreib habe ich durch meine digitale Bibliothek gestöbert, allerdings war mir das irgendwann zu langweilig, weshalb bin ich schließlich überpünktlich aufgestanden bin und mich in den Tag gestürzt habe. Los ging es jedoch zunächst mit der Pflege von Kurt und Hermann – Sauerteig will schließlich fleißig bemuttert werden. Sobald ich mich dann auch um mich selbst gekümmert habe, ging es weiter mit meinem Frühstück: Es gab diesmal zwei Scheiben Brot, die ich zusammen mit zuckerfreien Beans on Toast – weißen Bohnen in Tomatensoße – gegessen habe, einem britischen Klassiker. Dazu gab es außerdem ein paar Gurkenscheiben. Sobald ich aufgegessen hatte, ging es dann auch schon an die Arbeit, wo ich mich mal wieder um den Versand einer Meldung kümmern musste.

Die Bohnen waren gar nicht so schlecht, allerdings hätte ich sie vermutlich noch mit Hefeflocken aufpeppen können. © Christina Deinhardt

Noch mehr schleimige Bohnen

Der Versand meiner Meldung wurde heute leider etwas verzögert, da sich eine andere Meldung mit höherer Priorität dazwischen geschlichen hatte. Mein Chef konnte mich gerade noch rechtzeitig aufhalten, fast hätte ich auf „Versenden“ geklickt und vermutlich für große Verwirrung gesorgt. Meine Schuld wäre das zwar nicht gewesen – man hatte mir schließlich nicht Bescheid gegeben –, doch ich war trotzdem dankbar für die Warnung. Da ich also noch etwas mit der Meldung warten musste, habe ich mir die Zeit mit einem kleinen Snack vertrieben, wobei ich mir Brot mit Margarine und Natto gegönnt habe. Das Natto hatte ich dafür mit Sojasoße und Senf angerührt.

Schleimig aber proteinreich! © Christina Deinhardt

Noch mehr Schleim, noch mehr Bohnen

Schleim und Bohnen waren auch Teil meines Mittagessens, denn ich musste dringend die Yamswurzel aufbrauchen. Auf Suppe hatte ich jedoch keine Lust, darum habe ich noch einmal mit Pfannkuchen herumgespielt – wie schon letzte Woche, was aber aufgrund der spontanen Blogpause vermutlich etwas untergegangen ist. Japanische Yamswurzel sieht aus wie Meerrettich, fühlt sich jedoch nach dem Schälen sehr glitschig an. Bei der Bearbeitung muss man ein wenig aufpassen, denn die Wurzel kann bei Hautkontakt zu Reizungen oder anderen allergischen Reaktionen führen. Sollten beim Essen etwa Lippen oder die Zunge taub werden, sollte man unbedingt die Finger von der Wurzel lassen. Bei mir war jedoch alles in Ordnung, sowohl das Gesicht als auch die Hände waren nach der Mahlzeit vollkommen unbeschadet. Die Wurzel habe ich also zerrieben – das Ergebnis sieht übrigens ziemlich eklig aus. Zu dem Schleim kam anschließend noch geriebener Rettich, geriebene Möhre, klein gehackte Shiitake, Frühlingszwiebeln und Mehl.

So stelle ich mir Oger-Rotze vor. © Christina Deinhardt

Sobald ich einen dickflüssigen Teig hatte, konnte endlich alles in die Pfanne und von beiden Seiten gut angebraten werden. Als Topping habe ich mir außerdem eine großzügige Portion Natto angerührt, mit Sojasoße, Senf und geriebenen Rettich. Dazu kamen zudem ein paar Mungbohnen-Sprossen sowie ein Schüsselchen mit Sojasoße und Mirin zum Tunken. Die Pfannkuchen waren wirklich lecker, sie waren innen schön weich und salzig und haben gut zu dem nussigen Geschmack des Nattos gepasst. Da mein selbst gemachtes Natto nun bereits einige Tage im Kühlschrank reifen konnte, kommt der Geschmack dem Original nun sehr nahe, allerdings bin ich mit der Konsistenz noch nicht so richtig zufrieden; die Bohnen könnten ruhig noch schleimiger werden und bessere Fäden ziehen.

Die Pfannkuchen kann ich wirklich empfehlen, insbesondere, wenn man Wurzelgemüse mag. © Christina Deinhardt

Auf die Förmchen, fertig, los

Kurz vor Feierabend gab es noch eine kurze Besprechung zusammen mit einem Kunden und meinem Chef; die nächste Meldung wird ein wenig komplizierter, da benötigen wir das Wissen meines Vorgesetzten. Nichtsdestotrotz konnte ich pünktlich in den Feierabend und zusammen mit der Japan-Freundin den Backmarathon beginnen. Tapfer haben wir uns dabei an Nussplätzchen und Butterplätzchen versucht, zu meiner großen Überraschung sind diese sogar ganz gut geworden – nur an die Backdauer müssen wir beim nächsten Mal noch etwas schrauben, manche Plätzchen sind ein wenig hart geworden. Unser Backerfolg war somit nicht ganz so wie gewünscht, doch immerhin konnte ich die Silikonunterlagen fürs Backblech ausprobieren, die ich mir gekauft hatte, da ich das labbrige Backpapier einfach nicht ausstehen kann. Die Unterlagen haben auch gut funktioniert, sie sind praktisch, weniger nervig und können wiederverwendet werden.

Sobald die Plätzchen fertig waren, durfte zu guter Letzt auch noch das neue Brot in den Ofen – leider ist es diesmal ziemlich platt geworden. Da ich ohnehin wie wild durch die Küche gewirbelt bin, habe ich bei der Gelegenheit auch noch den Yogurt Maker angeworfen, denn ich wollte unbedingt ein Kräuteröl mit Rosmarin ausprobieren. Doch damit nicht genug: Eine neue Ladung Sojabohnen wurde auch noch in eine Wasserschüssel geworfen – es gibt neuerdings immer etwas zu tun!

2 Kommentare zu „Spontaner Backmarathon

    1. Es ist extrem schleimig. Man kann das Zeug wohl auch zum anticken von Suppe nehmen. Oder für besonders schleimige natto. 😍 Es gibt auch ein Gericht mit Reis, dem schleim und einem rohen Eigelb, aber bei rohem Ei, bin ich immer ein Wenig misstrauisch…

      Ich weiß gar never mehr, wo ich die her habe. Vermutlich Amazon. 🤔

      Das geht natürlich auch, aber das braucht viel Zeit. Mit dem yogurt maker dauert es nur ein paar Stunden. Man kann das natürlich auch in einem Topf oder im Ofen machen, aber ich finde es im ym einfach praktischer, eben weil er dafür ausgelegt ist. Zumindest hat meiner ein extra Programm dafür.

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