Montag des Mimimi

Die Laune lässt heute zu wünschen übrig, obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, mich mit meinem Kopf und meinen Sorgen zu arrangieren. Trotzdem gibt es immer wieder gewisse Tiefpunkte, und genau so einen habe ich heute erreicht.

Die letzten Tage waren ziemlich gemischt, zum einen war ich beschäftigt und zeitlich somit sehr ausgelastet, zum anderen hat es mich am Samstag energiemäßig zerbröselt – sprich, außer Entspannung, Alleinsein und Akku aufladen, war an dem Tag nichts mehr möglich. Dafür ist heute emotionales Tohuwabohu angesagt; ehrlich gesagt, ist es ganz schön anstrengend, auf alle Rücksicht nehmen zu wollen und für jeden Popel Verständnis zu zeigen. Hauptsächlich macht mir jedoch die Unzuverlässigkeit meiner Fahrlehrerin zu schaffen, darum steigt seit Wochen nun schon das Panik-Level, weshalb der Tag heute ziemlich schlecht und viel zu früh begonnen hat – der innerliche Stress war am Morgen bereits auf dem Höchststand.

Dennoch habe ich es im üblichen Tempo geschafft, mich fertig zu machen, ohne dabei irgendetwas aus dem Fenster zu werfen. Immerhin konnte mich das Frühstück aufmuntern, auf das hatte ich mich nämlich schon ziemlich gefreut: Es gab eine einfache Eierflaumsuppe, für die ich im ersten Schritt einen Topf mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer aufgesetzt habe. Zusätzlich kamen Shiitake, Spinat und drei scharfe Maultaschen hinzu sowie ein wenig Stärke. Am Ende musste ich nur noch das verquirlte Ei hinzugeben, für die Würze gab es außerdem noch Chili- und etwas Sesamöl. Mit der fertigen Suppe war ich auch äußerst zufrieden, sie war schön würzig und bei dem Wetter konnte ich einen heißen Start in den Tag gut gebrauchen.

Gewolltes Chaos in der Suppenschüssel. © Christina Deinhardt

Resteessen

Gegen Mittag konnte ich das Panik-Level ein wenig reduzieren, da ich es geschafft habe, meinen Unmut bei der Fahrlehrerin abzugeben – für mich ist das tatsächlich ziemlich anstrengend, was vermutlich niemand nachvollziehen kann. Außerdem konnte ich auch bei meiner Arbeit einige Punkte der Aufgabenliste erfolgreich abhaken – auch davon hatten einige für zusätzliche Nervosität gesorgt. Dennoch konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen um mein Mittagessen kümmern. Viel musste ich dafür auch gar nicht machen, denn da ich gestern mit zwei Freunden groß gekocht hatte, konnte ich mir ohne Aufwand die Reste aufwärmen. Es gab darum das letzte Stück vom Nudelauflauf – mit selbstgemachten Penne, Erbsen, Pilzen und falschem Huhn aus Soja. Über die Nudeln hatte ich mich auch riesig gefreut; ich bin wirklich begeistert davon, wie gut die Form für die Penne funktioniert hat.

Der Käse hat den Auflauf wie Zement zusammengehalten. © Christina Deinhardt

Schleimige Proteine

Gegen Nachmittag musste noch ein paar Snacks sein, es gab also zunächst einen Hafermilchkaffee, bei dem ich noch einen Löffel Protein-Pulver mit untergerührt hatte. Zusätzlich habe ich mir später noch eine Portion Natto gegönnt, das ich zusammen mit Brot und Margarine gegessen habe.

Wie schön die Sojabohnen glänzen. © Christina Deinhardt

Ein müder Montag

Der Feierabend wird heute wohl nicht wirklich spannend. Später werde ich mich weiter um den Sauerteig kümmern, den ich vor einigen Stunden zum Ruhen vorbereitet hatte – falls ich ihn nicht mittlerweile umgebracht habe. Ansonsten geh ich vielleicht einfach früh ins Bett, schließlich steht morgen früh wieder eine Pressemeldung auf dem Plan.

3 Kommentare zu „Montag des Mimimi

  1. Wow….. Die Nudeln sind unglaublich! Wie gekauft, wäre kein Kompliment. 😁
    Mein Sohn hatte auch Probleme mit seinem Fahrlehrer und im Nachhinein war es ein Fehler, nicht schon eher zu wechseln.
    Und morgen ist bestimmt ein besserer Tag, hoffe ich für mich auch. 🤪

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    1. Sie waren auch sehr lecker… Wobei das bei Nudeln ja eh relativ ist. 😀
      Ach, ich gugg jetzt mal. Von der Art her mag ich sie ja eigentlich ganz gern. Aber das ich jetzt erst 2mal Fahrstunde hatte, macht mich halt echt fertig… Mal gespannt, ob sich nach dem Ansprechen jetzt was ändert….

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      1. eben…. mein Sohn hatte auch das Problem, dass er nett war. Diese Erkenntnis kostete ihn viel Geld. Ich würde ihr auch eine gewisse Zeit geben.
        Ich bin mir sicher, dass die Nudeln besser schmecken 👅, als alle, die ich bisher gekauft habe.😉

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