Frische Backwaren

Am Wochenende hatte ich mich wieder an Hefe-Teig gewagt, diesmal schon erfolgreicher als beim kläglichen ersten Versuch. Heute war von dem Teig sogar noch genug übrig, sodass ich gleich für zwei Mahlzeiten frisch gebackene Brötchen zur Verfügung hatte. Später ging es dann noch mit einem Hermann weiter – der musste dringend aufgebraucht werden.

Gestern Abend hatte es mich schon frühzeitig zerbröselt, kein Wunder, denn die letzten Tage waren zwar sehr schön, jedoch auch sehr anstrengend. Nach dem gestrigen Tagesprogramm ging es also früh ins Bett, doch im Gegenzug bin ich heute viel zu früh aufgewacht – allerdings nicht wirklich erholt. Nichtsdestotrotz habe ich mich überpünktlich fertig gemacht, denn die Arbeitswoche begann heute direkt mit dem Versand einer Pressemitteilung, außerdem wollte ich noch ausgiebig duschen und meine Brötchen vorbereiten. Die waren nämlich noch roh, den Hefe-Teig hatte ich am Samstag vorbereitet und seitdem gehen und ruhen lassen. Heute Morgen musste ich den Teig somit noch einmal vorsichtig falten, formen und ein weiteres Mal ruhen lassen.

Während ich mich an die Arbeit gemacht habe, konnten die Brötchen dann schön aufgehen, ehe sie angeschnitten und eingesprüht in den vorgewärmten Ofen kamen. Nach knapp zwanzig Minuten war dann endlich Zeit fürs Frühstück: Eines der Brötchen habe ich dabei mit Margarine, veganem Käse, veganer Wurst, selbstgemachtem Hummus und Kichererbsen belegt und gegessen. Diesmal sind die Brötchen auch super aufgegangen, ihre Form war zwar noch nicht perfekt, doch geschmacklich waren sie ganz genau wie die Brötchen vom Bäcker. Zudem waren sie innen weich und fluffig und außen knusprig – wie es eben sein soll.

So darf die Woche gerne häufiger beginnen: Mit einem frisch gebackenen Brötchen. © Christina Deinhardt

Der falsche Burger

Auch das Mittagessen hat sich um ein frisches Brötchen gedreht, da ich mir einen einfachen Burger machen wollte. Allerdings war ich gegen Mittag viel zu faul, um mir aufwendigen und dekadenten Burger-Belag zuzubereiten, darum wurde die Mahlzeit eher zu einem langweiligen, belegten Brötchen. Zum Einsatz kamen dabei Hummus, Chinakohl, ein ungebratener Ziegenkäse-Brattaler, Feigensenf und ein roher Pilz. Gebraten hätte das ganze vermutlich nochmal um einiges besser geschmeckt, jedoch war ich auch so schon ziemlich zufrieden – insbesondere über die fluffige Wolke, das leckere Innenleben des Brötchens, habe ich mich dabei gefreut. Hach, vielleicht werden Hefeteig und ich doch noch Freunde.

Geschmacklich war der Burger deutlich spannender als man auf den ersten Blick vermuten möchte. © Christina Deinhardt

Hermanns Ende

Mittlerweile hatte mich Hermann einfach nur noch genervt, darum wurde dem misslungenen Teig heute endgültig der Gar ausgemacht. Ein Rezept hatte ich nicht, ich habe einfach willkürlich Mehl, Kokosöl, Sojacreme, Backpulver und Wasser in die Schüssel gegeben, um eine halbwegs dickflüssige Masse zu bekommen. Für den Geschmack kamen außerdem noch Mandelextrakt und Vanille-Zucker hinzu und sobald ich alles gut verrührt hatte, durfte das Experiment für einige Zeit in den Ofen. Allerdings gab es am Ende eine positive Überraschung, denn der Kuchen war tatsächlich gar nicht so schlecht – schön saftig und aufgegangen war er auch. Zusammen mit zuckerarmer Marmelade hatte ich somit einen wirklich leckeren Nachmittagssnack.

Wie ein süßes Brot. © Christina Deinhardt

Lecker geht es weiter

Am Wochenende kamen endlich die verschiedenen Mehlsorten und der Hartweizengrieß, die ich von einer Mühle bestellt hatte. Die Backexperimente können nun also so richtig losgehen und natürlich musste ich heute auch direkt loslegen: Eine Runde Pasta war angesagt. Allerdings wollte ich diesmal mit der Lebensmittelfarbe experimentieren, die ich neulich gefunden hatte; auf der Packung ist die Rede von „natürlicher Farbe“, darum konnte ich dem Zeug nicht widerstehen. Der erste Versuch mit Blau ist auch wirklich schön geworden, von der kräftigen Farbe bin ich wirklich begeistert. Mal sehen, wie das Ganze morgen nach dem Kochen aussieht.

Zusätzlich ist heute endlich mein Schafskäse angekommen, der schon seit einigen Tagen bei der Post festhing. Gekostet habe ich heute zwar noch nichts, doch über die neue Käsebeute habe ich mich trotzdem riesig gefreut. Eine gute Motivation, um das nächste Roggenbrot aus dem Gefrierfach zu holen, damit es morgen mit einem leckeren Käse-Frühstück losgehen kann.

Der übliche Rückblick

Ich hatte ja bereits angedeutet, dass die letzten Tage ziemlich gut gefüllt waren. Am Freitag hatte ich jedoch einen ziemlichen Durchhänger, an dem Tag war ich einfach zu platt, um noch etwas zu schreiben. Übrigens gab es an dem Tag ein leckeres Mittagessen aus zerbrochenen Soba, Gemüse und einer ordentlichen Portion Natto. Abends ging es zunächst zum Supermarkt, da ich einige Dinge für den Backmarathon besorgen musste – was auch ganz schön lang gedauert hat. Trotz der Plattheit hatte ich es später noch geschafft Hummus für Sonntag vorzubereiten, mein erster Versuch und, ehrlich gesagt, ziemlich lecker.

Der Hummus musste am nächsten Tag direkt ausprobiert werden, dafür hatte ich mir zwei kleine Brötchen vorbereitet – ein erster Test mit dem Hefeteig-Rezept. Dazu gab es außerdem vegane Köttbullar, die auch wirklich super geschmeckt haben. Später ging es dann zur Japan-Freundin, wir hatten spontan einen Trash-Film-Tag eingelegt – zuvor musste ich jedoch noch den Hefeteig für Sonntag vorbereiten. Bei der Japan-Freundin ging es mit den Kichererbsen übrigens weiter: Zu essen gab es eine leckere Hummus-Suppe. Auch das Wasser wollten wir verwenden, darum haben wir ein veganes Lebkuchenmousse ausprobiert, bei dem das Kichererbsenwasser wie Eiweiß steifgeschlagen werden musste. Der Versuch war gar nicht so schlecht, allerdings kann ich die Schokolade beim nächsten Mal vermutlich mutiger unter die fluffige Masse heben.

Ansonsten war der Tag mit fantastischen Filmen vollgestopft, zum einen moderne Trash-Werke wie „Velocipastor“, „Killer Sofa“ und irgendeinem Zombie-Film, zum anderen alte Klassiker wie „Night of the Living Dead“, „Horror Express“ und „The Bat“, bei denen wir Schauspiellegenden wie Christopher Lee, Peter Cushing, Telly Salavas und Vincent Price genießen konnten – einfach fantastisch!

Nach einer viel zu kurzen Nacht, musste ich sonntags auch schon wieder früh weitermachen, denn ich hatte mit einer Freundin ein Frühstück und einen Backmarathon geplant. Dafür musste ich jedoch zunächst noch die Brötchen vorbereiten, die noch einmal einige Zeit ruhen mussten, bevor sie endlich in den Ofen konnten. Pünktlich um halb zehn war dann jedoch alles fertig und wir konnten ein fantastisches Frühstück mit frischen Brötchen, veganem Rührei, veganem Speck, Marmelade, veganem Käse und Wurst sowie frischem Hummus genießen.

Einige Zeit später ging es dann aber ans Backen, wir wollten gelbe Kurkuma-Ingwerkekse und putzige Katzen- und Kuh-Plätzchen ausprobieren – für die hatten wir auch extra schwarze Lebensmittelfarbe besorgt. Das Rezept für den zweiten Teig war aber leider wirklich schlecht, wir mussten also noch einmal mit Mehl nachjustieren, weshalb das Backevent zeitlich ziemlich ausgeartet ist. Lustig war es trotzdem, außerdem konnten wir zwischendurch immer wieder leckere Plätzchen naschen. Abends musste dann aber trotzdem noch ein kleines Abendessen sein, darum habe ich mir vor dem Schlafengehen noch scharfe Käse-Ramen mit Gemüse und Natto gemacht. Das war es dann aber auch mit der Energie.

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