Mit extra Knoblauch

Der Geruch in meiner Wohnung lässt heute bestimmt zu wünschen übrig; vermutlich hängt noch immer eine hartnäckige Knoblauch-Wolke in der Luft. Doch die Arbeit im Homeoffice muss man ausnutzen, darum habe ich mich bei der Zubereitung des Mittagessens nicht zurückgehalten und die Knolle großzügig eingesetzt.

Nach einer viel zu kurzen Nacht – zu 89 Prozent selbstverschuldet – musste ich mich heute Morgen frühzeitig aufraffen; vermutlich ahnt Ihr schon warum. Genau, für den Vormittag stand wieder eine Pressemitteilung auf dem Plan, die verschickt werden musste. Um dennoch ein paar Gammel-Minuten im warmen Bett erhaschen zu können, wurde die ausgiebige Badezimmer-Routine auf das Nötigste reduziert, zudem gab es zwei hastig belegte Brote zum Frühstück. Dennoch konnte ich mir einen Geschmackstest nicht verkneifen, darum wurde für eines der Brote der neue Schnittkäse aus Schafsmilch angeschnitten und probiert, zusammen mit scharfem Birnensenf. Das andere Brot wurde dagegen mit meinem veganen Standard-Paket belegt: Gouda und Wurst. Aber zurück zum Käse: Anders als man es bei Schafs- und Ziegenkäse vielleicht vermuten möchte, war der Geschmack des Schnittkäses eher sanft und angenehm, meiner Meinung nach, ein hervorragender Genuss für Käsefans.

Es geht weiter mit leckerem Käse von Sunshine. © Christina Deinhardt

Etwas blass

Für mein Mittagessen hatte ich zunächst keine Idee, doch da ich neben der Arbeit heute auch ein paar Kleinigkeiten in der Küche erledigt habe, überkam mich spontan die Lust, eine neue Portion Hummus zuzubereiten. Der Mixer wurde also angeworfen und mit Kichererbsen, Kichererbsenwasser, Chiliöl, Tahini, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kreuzkümmel, einer Hummus-Gewürzmischung und Zwiebeln befüllt. Knoblauch durfte natürlich auch nicht fehlen, bei dem habe ich mich heute auch nicht zurückgehalten – gut, dass ich im Homeoffice so viel stinken kann wie ich möchte. Sobald der Hummus fertig war, ging es mit der Beilage weiter: Diesmal wollte ich ein einfaches Fladenbrot. Die Rezepte im Internet waren mir jedoch alle zu aufwendig, darum habe ich einfach Mehl, frische Hefe, warmes Wasser, Olivenöl, Salz und Gewürze zusammengeworfen, geknetet und für einige Zeit ruhen lassen. Als es schließlich ans Backen ging, habe ich den Teig ausgerollt, eingeschnitten, mit Wasser besprüht und zusätzlich noch mit schwarzem Sesam bestreut – der Teigklumpen sollte zumindest ein wenig nach klassischem Fladenbrot aussehen.

Während das Pseudo-Brot im Ofen fluffig werden durfte, kam mir noch die Idee für ein leckeres Topping für den Hummus: Dafür habe ich Shiitake kleingeschnitten und zusammen mit Chili, Salz, Chiliöl und natürlich einer ordentlichen Portion Knoblauch angebraten – wenn schon stinken dann richtig. Das Topping kam nach einiger Zeit zusammen mit Chiliöl und Schnittlauch auf das Hummus, was am Ende gar nicht mal so schlecht ausgesehen hat. In der Zwischenzeit war mein Fladenbrot im Ofen schön aufgegangen und sah überraschenderweise ziemlich gut aus. Allerdings war ich etwas zu ungeduldig, denn ich hatte richtig Appetit und wollte nicht noch länger warten, weshalb ich auf eine goldbraune Kruste verzichtet habe und das Fladenbrot kurzerhand für fertig erklärt habe. Die Blässe hat mich jedoch nicht gestört, immerhin war das Brot innen locker und fluffig und hat noch dazu fantastisch geschmeckt – eine perfekte Grundlage, die super in den Hummus getunkt werden konnte.

Mein erstes Fladenbrot sieht gar nicht schlecht aus – trotz der Ungeduld. © Christina Deinhardt

Uppsi!

Der Arbeitstag ist heute noch richtig turbulent geworden, da spontan noch eine weitere Aussendung vorbereitet werden musste. Dazu gab es noch ein paar Übersetzungen, außerdem kam das Briefing für einen Fachbeitrag an, den ich vor Weihnachten noch schreiben muss – auf Englisch. Die nächsten Tage werden also noch spannend, doch ich bin ziemlich optimistisch, dass ich alles vor meinem Urlaub fertig bekommen werde.

So viel zu tun

Gestern war vollgestopft mit Terminen, umso wichtiger war ein leckeres Frühstück. Damit ich in der Früh dennoch pünktlich mit der Arbeit loslegen konnte, hatte ich einige Sachen am Abend zuvor noch vorbereitet. So wurde zum einen der Reiskocher programmiert, zum anderen habe ich eine Marinade aus Miso, Weißweinessig, Aonori für den fischigen Geschmack, Olivenöl, Sojasoße und Sesam vorbereitet, die ich anschließend verwendet habe, um Tofu einzulegen. Gestern Morgen musste ich für mein Frühstück somit nur noch ein paar Kleinigkeiten erledigen: Spinat mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer anbraten, Rettich schneiden, Natto anrühren und den Tofu braten. Am Ende kam alles zusammen mit dem Reis in eine Schüssel und wurde mit einer Brühe aus Sencha, Sojasoße und Sesamöl übergossen – das Ergebnis war eine wunderbar aromatische Suppe, die ich Euch schon einmal als Ochazuke vorgestellt hatte.

Die Marinade für den Tofu war geschmacklich der Hammer. © Christina Deinhardt

Chaos auf Nürnbergs Straßen

Die Mittagspause wurde gestern wieder für eine Fahrstunde genutzt, allerdings war ich auf dem Weg zur Fahrschule noch schnell im Einkaufszentrum, da ich noch einen kleinen Zeitpuffer übrig hatte und dringend eine neue Handcreme besorgen musste. Nichtsdestotrotz war ich pünktlich beim Treffpunkt und die Fahrstunde konnte beginnen. Das Fahren hat auch schon deutlich besser geklappt, ich gewöhne mich langsam ans Schalten, auch wenn ich noch immer so meine Probleme habe. Zudem gab es eine kleine Chaos-Situation, bei der eine Schule mit drei Millionen Kindern, eine Schulbuskolonne, Gegenverkehr, ungeduldige Müllfahrzeuge und unübersichtliche Straßenverläufe involviert waren. Tja, da steht man dann als überforderter Fahranfänger mitten auf der Straße und blockiert spontan den Weg. Aber gut, alle haben überlebt und auf Hupkonzerte wurde auch verzichtet – die Aufschrift „Fahrschule“ hat wirklich ihre Vorteile.

Vollkommen ausgehungert ging es anschließend zurück nach Hause, im Gepäck eine kleine Köstlichkeit, die ich mir auf dem Weg noch organisiert hatte – die Zeit war schließlich knapp und für aufwendige Kochaktionen war einfach keine Gelegenheit. Es gab also eine Buddha-Bowl sowie einen ungesunden Bubble-Tea – eine tolle Belohnung dafür, dass alle Straßenteilnehmer meine Fahrstunde unbeschadet überlebt haben. Die Bowl war übrigens ziemlich lecker, sie bestand aus Salat, Gurken, Edamame, Möhren, Tomaten, braunen und weißen Reis, irgendetwas Gelben, frittiertem Tofu sowie einem stinkigen Dressing aus Fischsauce, Zuhause habe ich die Schüssel allerdings noch etwas aufgepeppt: Dabei kamen vegane Mayo, vegane Chili-Mayo, Hummus und Sesam zum Einsatz.

Was für eine herrliche bunte Schüssel. © Christina Deinhardt

So ein Käse

Ein Snack bestehend aus einem leckeren Käsebrot musste am Nachmittag auch noch sein, insbesondere, da ich kurz vor Feierabend noch ein paar Telefonate führen musste, darunter auch die Besprechung für den kurzfristigen Fachbeitrag, den ich zuvor schon erwähnt hatte.

Das war es auch schon wieder mit dem köstlichen Camembert. © Christina Deinhardt

Kaum waren alle Gespräche beendet, ging es direkt ins Abend-Programm, denn die Japan-Freundin stand vor der Tür, um mit dem wöchentlichen Japanisch lernen loszulegen. Daraus wurde dann jedoch nichts, denn zuerst haben wir gemeinsam an meinem Rätsel-Kalender getüftelt, da ich schon seit einigen Tagen nicht weitergekommen bin und einiges an Nachholbedarf hatte, anschließend haben wir noch sehr lange geredet – und das ganz nach dem Motto: Schlaf ist überbewertet.

3 Kommentare zu „Mit extra Knoblauch

    1. Ja, die Japan-Freundin ist eine ziemliche Eule. Darum gehen ein paar Prozent auf ihr Konto. 😁
      Ich mag die ganz langweiligen bubble teas am liebsten, also die mit milk tea und tapioca. Gestern eat aber Karamell Sirup drin, das war auch lecker aber fast ein bisschen zu süß 😁 ich will den Tee gerne auch mal selbst machen. Aber konnte mich bisher noch nicht aufraffen. Kommt aber noch! Wo eh noch in Richtung fancy Getränke ausschwärmen. Iced coffee und so. 😍
      Vielen Dank! Na, Profi nicht, aber es wird immer besser!

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