Schuften in der Küche

Obwohl ich heute viel Zeit in der Küche verbracht habe, waren meine Mahlzeiten relativ unkompliziert und überschaubar: Der Tag begann mit Stinke-Bohnen auf Reis und mittags gab es eine einfache Suppe mit Soja-Soße – der ostasiatische Einfluss war somit wieder besonders ausgeprägt. Dennoch gab es noch einige weitere Kochexperimente, man will schließlich vorbereitet sein.

Den ersten Morgen ganz ohne Pressemitteilung habe ich dreist ausgenutzt: Nach einer langen Dusche, habe ich mich in Ruhe fertig gemacht und anschließend mein Frühstück vorbereitet. Bereits gestern hatte ich dafür den wichtigsten Teil, den Reis, aufgesetzt, darum musste ich nur noch das Natto anrühren und alles in einer Schüssel anrichten. Allerdings habe ich mir bei den Stinke-Bohnen heute etwas mehr Mühe gegeben: Zusätzlicher zur Soja-Mischung und dem scharfen Senf, gab es heute noch geriebenen Rettich, Sesam und Aonori sowie eine winzige Frühlingszwiebel. Erst als ich aufgegessen hatte, ging es an den Schreibtisch; die To-do-Liste ist zwar noch immer lang, allerdings ist das Ende langsam in Sicht, darum mache ich mir keine Sorgen – mal sehen wie lange noch.

Schleimig aber proteinreich. © Christina Deinhardt

Spontane Besprechung

Gerade als ich meine Mittagspause nutzen wollte, um Hefeteig fürs Wochenende zu kneten, kam ein spontanes Meeting mit meinem Kunden angeschossen – wirklich mutig für Punkt zwölf Uhr eine Besprechung anzusetzen, und das mit fünf Minuten Vorwarnung. Aber macht nichts, es gab tatsächlich noch einige Dinge, die wir besprechen mussten, außerdem ist der Kunde sehr entspannt und es wäre auch kein Problem gewesen, hätte ich für den Termin keine Zeit gehabt. Sobald wir alles besprochen hatten, konnte ich mich wieder ans Kneten machen, zudem musste ich noch mein Mittagessen zubereiten. Dafür habe ich heute eine Suppe gemacht, denn in den letzten Tage hatte sich ein großes Glas mit Pilzwasser angesammelt, der Sud entsteht, wenn ich getrockneten Shiitake quellen lasse. Das Wasser habe ich als Grundlage für eine Gemüsesuppe mit Tofu, Shiitake, Rettich, Chinakohl, Möhren und einer kleinen Nudelkostprobe verwendet – gestern hatte ich Nudeln vorbereitet, wobei wie immer ein kleiner Teigklumpen übrig geblieben war, den die Maschine nicht verarbeiten konnte. Wegwerfen stand natürlich außer Frage, stattdessen habe ich den Klumpen ausgerollt, in Streifen geschnitten und über Nacht trocknen lassen. Heute durften die Klumpen-Nudeln dann zusammen mit den anderen Zutaten in die Suppe, ich hatte mich auf die Kostprobe auch schon richtig gefreut. Meine bunte Suppe kam am Ende in eine Schüssel, wo ich bereits eine Brühe aus Soja-Soße, Sake, Mirin, Chiliöl und Sesamöl vorbereitet hatte.

Die Suppe war heute besonders gut gewürzt. © Christina Deinhardt

Start in den Feierabend

Den Feierabend habe ich heute zunächst mit einem Snack begonnen, da ich das frisch gebackene Brot kosten wollte. An sich hatte das Backen diesmal recht gut geklappt, allerdings ist die Kruste immer noch etwas zu hart, obwohl ich die Temperatur diesmal schon deutlich reduziert hatte. Mal sehen, wie der nächste Versuch gelingen wird. Nichtsdestotrotz war das Brot lecker, insbesondere mit Margarine, Schafskäse, veganem Gouda, veganer Wurst, Senf und Feigensenf.

Der Käse ist einfach verdammt gut. © Christina Deinhardt

Shopping und Kochexperimente

Der Tag war neben der Arbeit heute gut gefüllt: Im Laufe des Vormittags kam die letzte Paketlieferung an, zum einen das Olivenöl von meinem Olivenbaum, zum anderen Klamotten, die ich mir spontan vom Retro-Laden bestellt hatte – ich konnte mich einfach nicht zurückhalten. Neben zwei grünen Oberteilen habe ich mir diesmal jedoch auch Ohrstecker und eine Kette bestellt: putzige Kirschen, die mir wirklich gut gefallen. Ob sie mir stehen, kann ich gar nicht sagen, aber ich werde sie trotzdem tragen, einfach, weil ich sie so niedlich finde.

Heute standen außerdem Kochexperimente und eine Einkaufstour beim Supermarkt auf dem Plan. Am Wochenende möchte ich veganen Döner ausprobieren, darum musste ich dafür das Ersatzfleisch vorbereiten – das muss mindestens für 24 Stunden ins Gefrierfach, darum habe ich mich schon in der Mittagspause darum gekümmert. Für die seltsame Wurst habe ich veganes Hack auf Sojabasis, Paprikapulver, Cayenne-Pfeffer, Zwiebeln, etwas Stärke, Salz und Pfeffer verwendet. Sobald alles gut verknetet war, habe ich die Pampe mithilfe von Backpapier und Folie zu einer Wurst gerollt und ins Gefrierfach geworfen; ich bin wirklich gespannt, ob das so funktionieren wird.

Für weitere Experimente musste ich aber zunächst noch einkaufen gehen, darum ging es im Feierabend zum Supermarkt, wobei ich auch gleich meine schönen neuen Klamotten ausgeführt habe. Der Einkauf ist diesmal auch ziemlich ausgeartet, da ich so einige Gemüsesorten benötigt habe, außerdem war ich noch auf der Suche nach nützlichen Kleinigkeiten für ein paar Geschenke. Wieder zurück daheim, ging es dann auch gleich los, für den Döner habe ich zum Beispiel ein paar Soßen vorbereitet und die nächste Nudelsorte musste auch ausprobiert werden. Doch das war noch lange nicht alles, und so habe ich mit guter Musik für einige Stunden in der Küche gewerkelt, was auch wirklich Spaß gemacht hat. Nun bin ich allerdings ziemlich erledigt, darum gab es noch einen kleinen Snack, einen veganen Wurstsnack, den ich mir entspannt auf der Couch gegönnt habe. Viel werde ich heute vermutlich nicht mehr unternehmen, aber dafür habe ich den Tag voll ausgenutzt.

5 Kommentare zu „Schuften in der Küche

    1. Halli Hallo. Klar, so seh ich das auch. Ich mag den Kunden auch gern, er ist nett und wirkt bisher zufrieden. War auch eher eine Erzählung und kein Gemecker. Finde es witzig, dass er mich wirklich immer dann anruft, wenn ich grad im Hefeteig stecke, oder etwas koche. 🙃

      Wünsche ich dir auch. Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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