Na dann mal los!

Insgesamt war ich im letzten Jahr sehr erfolgreich bei der Umsetzung meiner Ziele, allerdings hat es am Ende nicht ganz gereicht, um die wichtigste Ziellinie zu erreichen. Umso wichtiger, dass es nun wieder losgeht – hoch motiviert und voller Elan.

Bevor ich meinen kilometerlangen Text beginne: Ich wünsche Euch ein schönes und gesundes neues Jahr!

Egal, wie schön der Job und wie super der Arbeitgeber auch ist, der erste Tag nach dem Urlaub ist im ersten Moment immer lästig. Kein Wunder also, dass mir das Aufstehen heute besonders schwergefallen ist und letztendlich später geklappt hat als ursprünglich geplant – verdammter innerer Schweinehund. Immerhin war mein Frühstück schon so gut wie fertig, da ich gestern spontan Lust auf ein Backexperiment hatte.

Es gab ein gefülltes süßes Brötchen, also ein weiteres Experiment mit Hefeteig. Für den Teig habe ich Mehl, Hafermilch, Eiersatz aus Sojamehl und Wasser, Hefe, Zucker und Salz verwendet, nach einer kurzen Ruhephase musste zusätzlich noch Margarine eingeknetet werden, was eine ziemliche Sauerei war – dazu gab es außerdem einen kleinen Schreck-Moment, da mein fluffiger Teig plötzlich Ähnlichkeiten mit einem matschigen Wobbel hatte. Doch nach längerem Kneten war die Welt wieder in Ordnung und der Teig fluffig und elastische; zur Belohnung durfte er noch einmal für einige Zeit ruhen. Im nächsten Schritt habe ich die süße Paste zu Bällchen geformt; normalerweise verwendet man für das Rezept süße Paste aus roten Bohnen, doch ich hatte eine aus schwarzen Sesam entdeckt, die ich für den ersten Versuch verwenden wollte. Sobald die Kugeln fertig waren, ging es weiter mit dem Teig, dieser wurde zerteilt, flachgedrückt mit den Sesamkugeln befüllt und zu schönen Brötchen geformt. Nach einer weiteren Ruhepause habe ich die Teigkugeln noch mit Margarine bestrichen, mit Sesam bestreut und in den Ofen geschoben.

Über Nacht konnten die fertigen Brötchen schließlich vollständig auskühlen und mein Frühstück war somit fast fertig. Ich musste mir nur noch ein leckeres Getränk zubereiten. Die Qual der Wahl! Entschieden habe ich mich letztendlich für einen Milchtee, für den ich langweiligen schwarzen Tee und Hafermilch verwendet habe. Der Start in den Tag war somit unkompliziert und trotzdem wirklich lecker, der Tee hat super zu dem Brötchen gepasst, das an sich schon hervorragend geschmeckt hat. Die Experimente tragen langsam Früchte und Hefe wird mir immer sympathischer.

Weißer Eintopf mit dreierlei Pilzen

Von meinem letzten Besuch beim Asiamarkt hatte ich noch eine halbe Packung Enoki-Pilze übrig, die ich heute unbedingt aufbrauchen musste. Auch eine angebrochene Packung Tofu musste weg, darum habe ich mich spontan entschieden einen Eintopf zu machen. Der Tofu und die Enoki-Pilze sahen im Topf allerdings ein wenig traurig aus, darum kamen noch Shiitake, Mu-Err-Pilze, Spinat, zwei Mini-Taros und eine Zwiebel dazu. Für die Brühe habe ich das Pilzwasser, Sojasoße, Chiliöl, Mirin und Instantwürfel für weißen Eintopf verwendet. Zusätzlich habe ich auch noch drei scharfe Dumplings dazugegeben, einfach, weil ich Lust darauf hatte. Allerdings habe ich es mit den Zutaten fast ein wenig übertrieben, darum steht der Eintopf auch morgen auf dem Speiseplan.

Ein Eintopf mit lauter leckeren Sachen: Pilzen, Tofu, Spinat und Dumplings. © Christina Deinhardt

So eine Snackerei

Gegen Nachmittag wollte ich ein weiteres Heißgetränk, wobei mir die Entscheidung wieder mehr als schwergefallen ist; die Auswahl ist im Moment einfach zu groß. Letztendlich habe ich mich dann aber für einen Kakao mit Marzipan-Aroma entschieden, den ich von der Japan-Freundin geschenkt bekommen hatte. Dazu gab es außerdem die letzten Zimtschnecken, die ich mir bei Ikea gekauft hatte.

Eine kleine Sünde! © Christina Deinhardt

Etwas später musste dann aber noch etwas Salziges her, darum habe ich das frisch aufgetaute Mini-Kurti angeschnitten und mir ein kleines Brot mit Natto gegönnt – ja, Natto ist immer noch ein wichtiger Gast in meinem Kühlschrank.

Projekt „Veganer Döner“

Vom Döner-Projekt wollte ich ursprünglich noch vor meinem Urlaub erzählen, doch leider bin ich einfach nicht mehr dazu gekommen – die letzte Arbeitswoche war sowohl arbeitstechnisch als auch freizeitmäßig chaotisch und überfüllt. Den veganen Döner möchte ich trotzdem noch präsentieren, denn er war absolut fantastisch; einen so guten Döner hatte ich schon lange nicht mehr. Doch dafür musste so einiges vorbereitet werden, was mich jedoch nicht abgeschreckt hat:

Besonders wichtig für einen leckeren Döner ist das Fleisch, bei dem ich ein wenig improvisieren musste: Statt Hackfleisch habe ich auf veganes Soja-Hack zurückgegriffen, das ich mit verschiedenen Gewürzen, Stärke und Knoblauch gut durchgeknetet habe. Um trotzdem die Form von klassischem Dönerfleisch zu bekommen, habe ich die Masse mithilfe von Backpapier und Frischhaltefolie zu einer Wurst gerollt und für etwa 24 Stunden ins Gefrierfach gelegt. Gut gefroren ließ sich die Wurst wunderbar in Streifen schneiden und anbraten, was am Ende dem klassischen Dönerfleisch tatsächlich ähnlich sah.

Das Fladenbrot musste ebenfalls frühzeitig vorbereitet werden, denn der Teig aus Mehl, veganem Joghurt, Öl, Salz, Wasser und Hefe sollte ungefähr einen Tag bei niedrigen Temperaturen ruhen. Erst einen Tag später konnte ich die Fladen formen – vorsichtig, damit die Luft nicht aus dem Teig gedrückt wird. Nach einer weiteren Ruhephase wurden die Fladen mit einer Mischung aus Hafermilch und Kurkuma bestrichen, mit weißem und schwarzem Sesam bestreut und schließlich in den Ofen geschoben.

Doch Brot und Pseudo-Fleisch machen noch lange keinen Döner: Soßen mussten auch gemacht werden. Dafür habe ich den restlichen veganen Joghurt verwendet, zum einen gab es eine Variante mit Zwiebeln, Knoblauch, Zitrone, Salz und Kräutern, zum anderen eine mit Ajvar, Paprika, Chili und Pfeffer. Beim letzten Schritt der Döner-Vorbereitung musste nur noch das Grünzeug geschnitten werden, hier habe ich auf Tomaten, Chinakohl, Salat, geraspelten Möhren und Gurken zurückgegriffen. Das Ergebnis war wirklich verdammt lecker und ich werde mir demnächst eine weitere Dönerwurst vorbereiten. Das Schöne an dieser ist, dass man sich je nach Bedarf Portionen herunterschneiden und den Rest einfach wieder ins Gefrierfach packen kann – ziemlich praktisch!

Feiern und Schlemmen

Über die Feiertage und Silvester gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, die Zeit bei meiner Mama war schön und entspannt, die Zeit bis Silvester war dagegen emotional ein wenig schlauchend, was aber eher an den Problemen anderer Leute lag und nicht an mir. Nichtsdestotrotz habe ich versucht so gut es geht zu helfen, zuzuhören und Gesellschaft zu leisten, was allerdings trotzdem für mich anstrengend war und auch weiterhin ist. Ob meine Bemühungen am Ende wirklich etwas beringen werden, weiß ich letztendlich nicht, doch zumindest ist mein Gewissen rein. Mal sehen.

Noch etwas Urlaub

Mit einer ordentlichen Ladung Resturlaub ging es ins neue Jahr und die freie Woche hat auch wirklich gutgetan. Zufällig konnte ich auch ein paar Anschaffungswünsche abhaken, so war ich spontan mit Freundin bei IKEA, wo ich mir eine neue Nachttischlampe, zusätzliche Badausstattung, ein neues Kopfkissen und ein anständiges Bügelbrett besorgt habe.

Zudem konnte ich meine Küche etwas umgestalten, die Nudelmaschine hat einen Platz, an dem sie nicht stört, und der Lagerplatz für Gewürze, Öle und Dosen wurde um einen Serviertisch erweitert, der bisher im Abstellschrank untergebracht war. Ansonsten habe ich meinen Kleiderschrank um neue Retro-Klamotten erweitert, zudem habe ich bei einem Secondhandladen mein erstes Vintage-Stück ergattert, eine grüne Strickjacke, die verdächtig nach Tracht aussieht.

Essen und Unterhaltung durfte auch nicht fehlen, es gab also verschiedene Back- und Kochexperimente sowie einen Ausflug ins Kino, da ich unbedingt den neuen Matrix-Film sehen wollte, und einen Besuch bei einem vietnamesischen Restaurant mit veganen Gerichten.

Ein paar Pläne

Mit Blick auf meine gesetzten Ziele bin ich mit dem vergangenen Jahr eigentlich recht zufrieden. Mein Abnehmziel habe ich zwar nicht ganz erreicht, doch man kann ja nicht immer stark sein. Trotzdem bin ich weit gekommen und konnte sogar im Plätzchenmonat mein Gewicht recht gut halten – klar, nach den Feiertagen gab es auf der Waage ein paar Schwankungen, doch nichts Dramatisches. Zudem konnte ich in anderen Bereichen einige Dinge anpacken oder durchziehen, worüber ich auch wirklich stolz bin. Doch nun ist es Zeit für neue Pläne, Ziele und Spinnereien, schließlich ist das neue Jahr nicht mehr ganz so frisch und es gibt viel zu tun.

Abnehmen ist natürlich das wichtigste Ziel für dieses Jahr. Die letzten Monate waren sehr entspannt, dafür gab es allerdings auch nur wenige Erfolge. Nun soll es jedoch weitergehen und ich muss mich der Sache wieder ernsthafter widmen. Sprich, weniger Naschen, wieder besser auf die Portionen, auf Gemüse und Proteine achten. Kohlenhydrate werde ich allerdings vorerst nicht streichen, dafür machen mir die Back- und Nudel-Experimente einfach zu viel Spaß. Wichtiger ist, dass ich mich bei Treffen nicht mehr so häufig verführen lassen darf – besonders in der stillen Zeit im Dezember gab es so einige Abende mit Likör und anderen ungeplanten Knabbereien. Ich muss gestehen, in der strengen Lockdown-Zeit war das alles deutlich einfacher – ohne soziale Kontakte gibt es schließlich auch weniger Momente, bei denen man schwach werden könnte. Wie dem auch sei, ich muss nun einfach die Zähne zusammenbeißen und wieder besser auf meine Ernährung achten: Für dieses Jahr wäre es schön, wenn ich mindestens 15 Kilo schaffen würde, wenn nicht sogar 20.

Das zweite große Ziel ist der Führerschein, der auch gleich einen ganzen Rattenschwanz an Zielen und Projekten im Schlepptau hat. Sobald der Führerschein endlich abgehakt ist, möchte ich mir ein Auto anschaffen, um Bürotage zu vereinfachen und das Privatleben unabhängiger zu gestalten. Nach dem Auto geht es dann weiter mit Projekt Teleskop sowie Projekt Bogen. Beides macht allerdings erst Sinn, wenn ich mobil bin, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich mit solchen Hobbys einfach zu unflexibel. Das Bogenschießen möchte ich zudem gleich mit Bewegung verbinden, denn es gibt verschiedene Bogen-Parcours, bei denen man durch den Wald läuft und an verschiedenen Stationen Ziele treffen muss. Normale Wanderungen möchte ich jedoch auch unternehmen, zum Beispiel warten nach wie vor die Wanderwege im Altmühltal auf mich.

Der dritte größere Punkt auf meiner Liste ist die Anschaffung eines Haustiers. Davon rede ich schon lange, doch bisher hat mir einfach noch der letzte Funken Mut gefehlt. Allerdings möchte ich auch damit noch warten, bis Führerschein und Auto abgehakt sind – die beiden Sachen haben einfach die größte Priorität im Moment und sind außerdem der Grundstein für alles Weitere. Na dann mal los!

15 Kommentare zu „Na dann mal los!

  1. Danke, den wünsche ich Dir auch, liebe Tina. Ich habe Dich soooo vermisst. Ich dachte, Du würdest eine Blogpause nehmen. Willkommen zurück. 🤩
    Apropos Hefeteig, ich habe vor ewig langer Zeit diese asiatischen gefüllten gedünsteten Hefekugeln gemacht.
    Der Döner ist der Hit!!!!
    Escape games habe ich jetzt schon zum 3. Mal meiner Enkelin geschenkt.🤓
    Hui das sind viele Ziele! 🙂 Viel Erfolg!!!!

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    1. Awwww. Ich hab Dich und unsere langen Unterhaltungen auch vermisst. 😙 Aber nach all dem Drama hat es mich dann doch irgendwie zerbröselt. Musste dann erst mein blog-mojo wieder finden.

      Meinst du Baozis? 🤔 Die will ich demnächst auf jeden Fall ausprobieren, aber auch veganisiert, falls man das bei Hefe überhaupt sagen darf. 😜

      Jaaaa, das war er tatsächlich! Bin voll zufrieden damit, insbesondere, da die Döner in Nürnberg halt richtig mies geworden sind… Alsle nutzen nun Kontaktgrills… Ein Alptraum! Kein fluffiges Fladenbrot mehr, sondern gequetschte und fettige Enttäuschungen. Darum mache ich meine Döner ab jetzt einfach selbst 💪

      Ich liebe escape games! Egal ob digital, in echt oder nun auch als Brettspiel. 😍 Ich will sie alle! Falls du Verwendung für gebrauchte Spiele hast, sag gern bescheid. Beim spielen, kopieren wir immer alles, damit man das Spiel dann weiter nutzen kann.

      Danke! Mal sehen, was ich davon wirklich umsetzen kann. Noch bin ich motiviert 💪

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      1. Gefüllte Teigtaschen jeder Art sind fantastisch 😍😍😍 in Hamburg gibt es ein geniales dumpling Restaurant, wo man sie alle essen kann. So guuut. Hach…. Ich will dieses Jahr auch unbedingt mal wieder nach Düsseldorf und die japanischen Bäcker plündern, falls es die noch gibt…. Die Brötchen gefüllt mit Curry sind absolut genial. 😍

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    1. Halli Hallo Trude,
      das freut mich! Hab auch schon gesehen, dass ich bei Dir ganz viel nachlesen kann. Das mach ich im Laufe der Woche. 😘 Erstmal wieder ankommen in der Welt von WordPress. 💪
      Hab du auch einen schönen Abend.
      Liebe Grüße!

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